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FFH-Wetter-Update: Voll in den Herbst

FFH Wetterexperte Martin Gudd: - Ein herbstlicher Herbst und kürzere Tage

Seit dem 23. September, 9.50 Uhr, ist offiziell Herbst. Viele haben es auch schon gemerkt: Die Außenbedingungen haben sich seitdem spürbar geändert. Aus einer warmen, trockenen Sommerwitterung ging es in dieser Woche schnurstracks in ungewohnt wechselhaftes und nasses Wetter. Und nicht nur das: Die Tage werden jetzt auch merklich kürzer, und viele von uns wundern sich über die Schnelligkeit, mit der diese Änderung vor sich geht.

Es kommt zwar selten vor, dass sich pünktlich zum Herbstbeginn auch die Witterung so markant ändert, aber in diesem Jahr scheint sich der Herbst eben so richtig standesgemäß einführen zu wollen. Daran ändert sich auch in den nächsten Tagen kaum was. Das hier sind die ziemlich herbstlichen Aussichten:

Das Wetter in dieser Woche

Donnerstag: Das nächste Tief nimmt Kurs auf Hessen. "Lysander" liefert einen neuen Schwung an dicken Wolken ab, und es regnet während des Tages zeitweise. Die Sonne kommt nur selten durch (und zwar vormittags), dazu gibt es Tageswerte von 13 bis 19 Grad.

Freitag: "Lysander" hängt mit seinen Regenwolken am Morgen und Vormittag noch über Hessen. Doch nach und nach macht sich die Sonne bemerkbar. Das nutzt sie auch gleich aus, die Luft ein wenig stärker zu erwärmen, und so erreicht die Höchsttemperatur immerhin bis zu 20 Grad. Den Rest des Tages über kommen zur Sonne nur noch örtlich Schauer.

Und das Wetter am Wochenende?

Für das Wochenende sind die Aussichten bisher noch nicht ganz sicher, doch insgesamt geht es auch da ziemlich herbstlich zur Sache.

Am Samstag dürfte auch schon das nächste Tief in unserer Reihe herantanzen. Diesmal handelt es sich um "Mortimer", der für Wolken, Wind und zeitweise auch für Regen sorgt, hauptsächlich in der Nordhälfte von Hessen. Die Temperatur macht bei etwa 18 Grad Schluss. Auch der Sonntag wird aller Voraussicht nach wechselhaft, schattig und manchmal auch nass mit bis zu 19/20 Grad. Dabei ist und bleibt es sehr windig, und in der Nacht zu Montag und am Montag selbst bläst "Mortimer" schließlich mit Sturmböen über Hessen hinweg.

Die Tage werden kürzer

Zu diesem ganzen herbstlichen Eindruck kommt jetzt eben auch die Tatsache, dass sich die Tageslänge rapide verkürzt. Denn von Tag zu Tag werden uns momentan 4 bis 5 Minuten Sonnenlicht "geklaut", die Sonne geht täglich spürbar später auf und früher unter. Diese Tendenz verstärkt sich im Oktober sogar noch weiter auf 6 bis 8 Minuten pro Tag. Grund hierfür ist die jahreszeitliche Änderung des sogenannten Tagbogens der Sonne am Himmel (also der täglichen Bahn der Sonne, die wir von der Erde aus sehen können, zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang).

Warum ist das so?

Im Sommer, wenn die Sonne hoch am Himmel steht bzw. im Winter, wenn sie tief steht, sind die Änderungen dieses Tagbogens nur gering. Im Frühling, wenn die Sonne nach Norden strebt und jetzt im Herbst, wenn sie nach Süden zieht, sind die Änderungen dagegen sehr ausgeprägt. Der Tagbogen wird jetzt im Herbst von Tag zu Tag immer kleiner, die Sonne erreicht eine immer geringere Höhe über dem Horizont. Dann geht die Sonne außerdem steil zum Horizont auf bzw. unter. Die Dämmerung ist daher nur kurz, und wenn dann noch dicke Wolken wie jetzt hinzukommen, merken wir das Herannahen der kalten Jahreszeit doppelt krass.

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