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Sind Apfelkerne giftig? Apfel-Mythen und -Fakten

Sind Apfelkerne giftig? - Apfel-Mythen und überraschende -Fakten

Es ist das liebste Obst der Deutschen: Der Apfel. Und wir hier in Hessen zelebrieren ihn nicht nur als frisches Obst vom Baum, sondern auch in Form von Apfelsaft und Ebbelwoi. Welche Superkräfte im Apfel stecken und warum es bei Allergikern besonders auf die Sorte ankommt, verraten wir euch hier! Die Apfel-Mythen und -Fakten!

Mythos: Apfelkerne sind giftig

Fakt ist, dass Apfelkerne tatsächlich Blausäure enthalten und Blausäure ist für den Menschen tödlich. Allerdings: Die geringe Menge, die in Apfelkernen steckt, ist unbedenklich. Ihr braucht euch also keine Gedanken um eure Gesundheit machen, wenn ihr Äpfel samt Gehäuse esst. Die Blausäure wird übrigens nur freigesetzt, wenn ihr die Kerne zerkaut.

Mythos: Je süßer der Apfel, desto mehr Fruchtzucker

Stimmt nicht. Bei einem Vergleich 2005 kam heraus, dass ein saurer Apfel (Kaiser Alexander) den höchsten Fruchtzuckergehalt hatte und ein süßer Apfel (Grünstettiner) den niedrigsten. 180 Apfelsorten wurden damals untersucht.

Mythos: Allergiker vertragen keine Äpfel

Wer allergisch auf Äpfel reagiert, kann unter Umständen nur die "falsche" Apfelsorte gegessen haben. Apfelexperte Jan Bade aus Kaufungen sagt im FFH-Gespräch, dass vor allem alte Apfelsorten für Allergiker geeignet sind. Der Grund? Sie enthalten von Natur aus Polyphenole, die für Allergiker kritische Inhaltsstoffe unschädlich machen. Allerdings sorgen sie auch dafür, dass ein Apfel schneller braun wird. Und das möchte der Handel nicht. Deshalb werden neue Sorten so gezüchtet, dass ihr Polyphenol-Level auf ein Minimum sinkt. Die Folge: Allergiker vertragen die neuen Sorten nicht.

Fakt: Äpfel sorgen für frischen Atem

Verschiedene Fruchtsäuren im Apfel sorgen für frischen Atem. Außerdem steckt das Obst voller Mineralstoffen und Spurenelementen, sowie den Vitaminen A, B, C, D und E. Wichtig: Die Vitamine A, D und E können vom Körper nur in Verbindung mit Fett aufgenommen werden. Also vielleicht das nächste Mal einen Apfel in Stäbchen schneiden und in Erdnussbutter tunken? So lecker und gesund!

Fakt: Äpfel helfen bei Durchfall

Wichtig ist, dass ihr den Apfel mit Schale esst, denn in der Schale steckt Pektin, das Wasser bindet und deshalb bei Durchfall hilft. Überhaupt ist es ratsam, für die Darmgesundheit regelmäßig in den Apfel zu beißen. Auch hier heißt die Devise wieder: Lieber zu alten Apfelsorten (Boskoop, Cox Orange, Berlepsch, Idared) greifen - die enthalten die gesundheitsfördernden Polyphenole.

Fakt: Äpfel sollten separat liegen

Zwar sieht ein bunt bestückter Obstkorb immer toll aus, aber dem anderen Obst gefällt es nicht, wenn ihnen Äpfel zu sehr auf die Pelle rücken. Äpfel versprühen nämlich in besonders hohem Maße Ethylen. Das Gas gibt Obst das Signal zur schnelleren Reifung. Wollt ihr also länger was von Bananen, Zwetschgen und Co. haben, lagert sie am besten in einem Abstand von 50 Zentimetern zu Äpfeln.

Johanna Herdejost

Reporter:
Johanna Herdejost

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