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Kinotipp: Die Eiskönigin 2

Kinotipp: Die Eiskönigin 2 - Elsa ist endlich wieder da...

Gefühlt bringt Disney alle zwei Wochen einen Film ins Kino. Auf diesen freuen sich besonders viele Familien. Zu Recht, urteilt FFH-Kinomann Volker Willner.

Zehn Euro kostet unser Kinoticket – acht ist es wert.

Da sind wir wieder, in Arendelle: dem Land, in dem ewig Winter herrscht, aber keiner friert. Dem Land, in dem die Mädchen Stupsnasen haben und Hochglanz-Augen groß wie Punschtassen. Der Vollständigkeit halber: Die Jungs sind Kumpeltypen mit Heldenbrust.

Eine geheimnisvolle Stimme ruft die Prinzessinnen Elsa und Anna in den Wald. Gemeinsam mit Schneemann Olaf, Naturbursche Kristoff und seinem Rentier Sven brechen sie auf und entdecken eine neue, magische Welt.

Es ist, als ob man alte Freunde wiedersieht. Und dieses Wiedersehen ist wirklich herzerwärmend. Bis uns der erste Filmsong einlullt (und das ist sehr positiv gemeint), vergehen nicht einmal fünf Minuten.  Das kindgerechte Prinzessinnen-Drama könnte im Kitsch untergehen, tut es aber nicht. Drive geben dem Film kleine Frechheiten und mittelgroße Tollpatschigkeiten, für die in den meisten Fällen Schneemann Olaf verantwortlich ist.

Die Geschichte selbst wirkt streckenweise angestrengt. Man sieht ihr an, dass die Disneys hart gebrainstormt haben, wie sie den ersten Teil toppen können. Ihre Antwort: Ein Übermaß an Magie. Das sieht beeindruckend aus, hätte aber eine Nummer kleiner mehr Leichtigkeit besessen. Die 100 Filmminuten sind sowieso reich an Hinguckern. Die Bilder sind exzellent. Wälder, Berge und Meer sehen megarealistisch aus, genauso wie jede Strähne von Elsas eisblondem Haar. 

Ja, ab sofort dürfen Disney-Prinzessinnen auch endlich Hosen tragen. Aber beruhigen Sie sich: Auch die wunderbaren Kleider bleiben - gerne auch schulterfrei, wozu ist man schließlich Eiskönigin bzw. -prinzessin.

© Disney
Volker Willner

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Volker Willner

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