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Lawine begräbt Auto: Überlebender im FFH-Interview

Überlebender im FFH-Interview - Hesse wird von gewaltiger Lawine begraben

Überlebender Thomas Kersting mit FFH-Moderatorin Evren Gezer. Hinter ihnen ein Bild vom verunglückten Fahrzeug.

Horror-Erfahrung auf dem österreichischen Stubai-Gletscher: Auf der Rückfahrt in die Heimat verschüttet eine Lawine das Auto einer Frankfurter Familie. Alle sechs Insassen überleben das Unglück mit leichten Verletzungen - trotz der Schnee-Massen auf dem VW-Bus.

Einer der Überlebenden ist Thomas Kersting, der Fahrer des verunglückten Wagens. Im Interview mit FFH-Moderatorin Evren Gezer erzählt er uns von seinen erschreckenden Erlebnissen.

"Ich dachte, jetzt sterben wir hier!"

Für Thomas Kersting und seine Familie wurde vor rund zwei Wochen der Ski-Urlaub auf dem Stubai-Gletscher bei Innsbruck zu einem wahren Horror-Trip. Auf der Rückfahrt nach Hessen ahnten sie noch nichts Schlimmes. Thomas hatte den Reifen Schneeketten angelegt und fuhr hinter einem Schneeräumfahrzeug her. Doch schlagartig wurde es dunkel und ein Baum fiel auf das Dach der Urlauber Autos. Es folgte Stille und plötzlich wurde ihr VW-Bus in die Tiefe gerissen. 

"Haben wir noch genug Luft? Kommen wir raus?" - diese Fragen schossen den Inhassen durch den Kopf. "Meine Frau hat sofort den Notruf gewählt.", erinnert sich Thomas. Am Telefon teilt man den Betroffenen mit, Ruhe zu bewahren. "Leichter gesagt als getan", denn das Autodach wurde immer weiter von den Schneemassen eingedrückt.

Nach langen zwanzig Minuten hörten sie dann endlich die Stimmen der Rettungskräfte. Am Ende kamen alle Insassen heil aus dem Fahrzeug raus.

Nur Schnittverletzungen

Die Familie hatte großes Glück. Hinter der Familie fuhr ein Alpinenpolizist. So konnte schnelle Hilfe gewährleistet werden. Bis auf ein paar Schnittverletzungen durch das gebrochene Glas passierte den hessischen Urlaubern nichts.

Für Thomas und sein Frau war die Nacht nach dem Vorfall am schlimmsten: "Ich hatte Herzrasen und dachte ich kriege keine Luft mehr." Wenn Thomas heute an die Geschehnisse zurückdenkt, dann fühlt er aber keine Angst mehr. Der Hobby-Skifahrer ist einfach "unendlich dankbar" für dieses Wunder: "Ich weiß gar nicht, wie viele Schutzengel da unterwegs waren. Ein großes Glück war auch, dass keines der vier Kinder im Urlaub dabei war."

Trotz des Vorfalls will die Familie in Zukunft nicht auf das Skifahren verzichten. Der nächste Ski-Urlaub findet bereits kommendes Silvester statt. Thomas scherzt: "Wenn Leute vom Pferd stürzen, dann sollen sie ja auch direkt wieder aufsteigen".

Thomas Kersting im Interview mit FFH-Moderatorin Evren Gezer

Wie hat Thomas die Lawine im Auto erlebt?

Am Telefon teilt man den Betroffenen mit, Ruhe zu bewahren.

Welche Gedanken schossen Thomas durch den Kopf?

"Ich dachte, wir sterben jetzt hier..."

Ares Abasi

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Ares Abasi

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