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Kinotipp: Spione undercover

James Bond für die Kleinen - Kinotipp: Spione undercover

James Bond gibt’s jetzt auch für Kids. FFH-Kinomann Volker Willner urteilt: Lustiger Highspeed-Wahnsinn.

Zehn Euro kostet unser Kinoticket, acht ist es wert. 

Dieser Bond heißt Sterling. Lance Sterling. Der rettet die Welt, macht dabei eine lässige Figur – und trägt die markante Nase ganz schön hoch. „Spione undercover“ hat auch einen Q – einen genialen Erfinder und Gadget-Bastler namens Walter. Der sieht in diesem Trickfilm tatsächlich so aus wie der aktuelle Q. Als ein Superschurke mit Propellerhand zuschlägt, müssen sich der Superspion und das Tüftel-Talent zusammenraufen.

Juchuu, was ne Achterbahn! Rund geht’s. Und hoch und runter. Die Bilder sind die eines hochklassigen Actionsfilms – die Animationstechnik macht’s möglich, noch mehr Gas zu geben. Für Kids, die eher „Die Eiskönigin“ gewöhnt sind, ist das ein wilder Ritt.

Bei aller Rasanz nimmt sich der fröhliche Thriller Zeit für leise Töne. Zeit, um zum Beispiel Walter besser kennenzulernen. Während Sterling für die Coolness zuständig ist, ist er es fürs Herz. Schon als Kind als er mit Glibber und Glitzer experimentiert. Und weil seine Mutter als Cop im Einsatz gestorben ist, geht er zum Geheimdienst, um die Welt sicherer zu machen. Als Nerd muss er über sich hinauswachsen.

Im Original leiht Will Smith dem Helden Sterling seine Stimme. In der deutschen Synchronisation tut das Moderator Steven Gätjen, leider nicht mit der nötigen Konstanz über den gesamten Film. Das dürfte den Kids kaum auffallen. Und uns Erwachsenen nimmt’s nur wenig Spaß. Den haben wir nämlich – auch wegen der vielen Augenzwinker-Bezüge zu Bond, Bourne oder Mission: Impossible. 

© 20th Century Fox
Volker Willner

Reporter
Volker Willner

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