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So werdet ihr euer Kleingeld los

Wohin damit und was kostet es? - So werdet ihr euer Kleingeld los

Wohin mit dem Kleingeld, dass sich in Spardosen und Geldbörsen ansammelt? Wir haben für euch eine Übersicht von Banken zusammengestellt, bei denen ihr euer Klimpergeld abgeben könnt. Doch Achtung: Es kostet oft Geld, Münzen einzuzahlen.

Die Deutschen horten etwa 235 Milliarden Euro zuhause, das sind statistisch pro Einwohner etwa 2.800 Euro – in Spardosen, Einmachgläsern und in der alten Drei-Liter-Flasche Asbach Uralt von Opa.

Doch wer das Kleingeld zur Bank tragen will, sollte sich vorher informieren, denn die einzelnen Banken und Sparkassen handhaben das Thema „Münzeinzahlung“ alle unterschiedlich.

Commerzbank

Bei der Commerzbank stehen in zahlreichen Filialen Einzahlautomaten im Servicebereich, in denen das Kleingeld abgegeben werden kann. Der Service sei kostenfrei, heißt es auf FFH-Anfrage.

Frankfurter Sparkasse

Die Frankfurter Sparkasse nimmt "eine Hand voll" Münzen an, für mehr wird ein Safebag fällig. Dabei handelt es sich um einen speziellen durchsichtigen Plastikbeutel. Dieser kostet vier Prozent des Münzwertes, mindestens aber 4 Euro.

Sparkasse Oberhessen

Auch die Sparkasse Oberhessen nimmt 50 Münzen kostenfrei ab, danach wird es aber teuer, ein Safebag kostet 7,50 Euro, sagt uns die Bank.

Volksbank

Die Frankfurter Volksbank teilt auf ihrer Internetseite mit, dass Gebühren zwischen 2,50 und 5 Euro anfallen können, bei der Rheingauer Volksbank werden Münzen bis 200 Stück kostenfrei an den Münzzählautomaten angenommen.

Kasseler Sparkasse

Die Kasseler Sparkasse zum Beispiel nimmt nur 50 Münzen auf einmal  an, für eine größere Menge brauch man einen Safebag. Laut  Tageszeitung HNA kostet dieser 5 Euro pro Stück.

Targobank

Die Tragobank nimmt 100 Münzen an, ab 101 Münzen werden Safebags fällig, die 7,50 Euro pro Stück kosten.

Postbank

Die Postbank stellt Einzahlautomaten in 300 Filialen zur Verfügung, hier können bis zu 800 Münzen eingezahlt werden. Für Kunden ist das gebührenfrei.

Einige Banken bieten die Münzannahme für Kinder, Studenten, Azubis und Jugendliche kostenfrei an. Hier gilt: Vorher nachfragen.

Doch warum nehmen die Banken überhaupt Geld für diesen Service?

Die Gebühren entstehen dadurch, dass die Bundesbank immer mehr Verantwortung an die Geschäftsbanken abgetreten hat. So muss jetzt zum Beispiel die Sparkasse die Echtheit und Unversehrtheit der Münzen prüfen. Das alles kostet die Kreditinstitute Geld und diese Kosten geben sie an die Kunden weiter.

Münzabgabe beim Supermarkt

Wer häufig bei der Supermarktkette Real einkaufen geht, kann auch hier sein Kleingeld abgeben. In den 270 Märkten stehen Einzahlautomaten der US-Firma Coinstar. In diese kann man Kleingeld einzahlen, der Automat zählt das Geld und druckt einen Wertbon aus. Als Gebühr werden 9,9 Prozent der eingezahlten Summe fällig. Den Bon kann man an der Kasse, als Gutschein, für den Einkauf einlösen oder sich Auszahlen lasen - dann allerdings in Scheinen.

Wenn euch jetzt die Idee kommt, euren nächsten Wocheneinkauf einfach mit sehr vielen Münzen zu bezahlen – das funktioniert leider nicht. Denn mehr als 50 Münzen müssen Geschäfte und Banken nicht annehmen. Das ist in Paragraph 3 des Münzgesetzes so geregelt.

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