NachrichtenMagazin >

Neu im Kino: Birds Of Prey

Neu im Kino: Birds Of Prey - Bonbonbunter Gewaltrausch, der nervt

Harley Quinn war die krankste Figur unter lauter kranken Figuren in “Suicide Squad”. Jetzt kriegt sie ihren eigenen Film. FFH-Kinomann Volker Willner urteilt: Bonbonbunter Gewaltrausch, der leider nervt.

Zehn Euro kostet das Kinoticket, sechs ist es wert.

Im düsteren Gotham City ist sie ein schillernder Paradiesvogel: Harley, die komplett durchgeknallte Psychologin, strahlt wie die Sonne, wenn sie dir den Kopf mit dem Baseballschläger püriert. Oder dir die Knie kaputt tritt. Lief leider nicht so gut bei ihr in letzter Zeit: Beziehungs-Aus mit dem auch brutal gestörten Joker. Sie hatte ihn vergöttert. Jetzt emanzipiert sie sich.

Wir lieben Harley auch bei ihrem zweiten Durchmarsch. Margot Robbie hat eindeutig Spaß in der Rolle als Glitzer-Bitch ohne Gewalt-Hemmschwelle. Sie stöckelt durch eine konfuse Story. Bösewicht Black Mask (Ewan McGregor, nicht psychotisch genug für seinen Part) macht Jagd auf ein Teenie-Mädel. Es hat etwas geklaut, das er unbedingt haben will. Um das Girl zu retten, sammelt Harley eine Handvoll anderer Amazonen ein – alle mit speziellen Killer-Kompetenzen.

Die Handlung springt hin und her, Flashbacks zerhacken jeden Flow. Dass Harley aus dem Off deshalb ständig den Erklärbär spielen muss, macht’s nicht besser. Irgendwann – wir haben schon diskret auf die Uhr gelinst – kommt dann das  Finale. Wohl, weil es irgendwann einfach Zeit wird dafür.

„Birds of Prey“ hat viel Schönes: schöne Massaker-Choreographien, schöne Kostüme und schöne Gags wie die die Hyäne als Harleys Haustier.  Aber zu vieles nervt in diesem Märchen des Wahnsinns.

Der Trailer: Birds Of Prey

© Warnermedia
Volker Willner

Reporter
Volker Willner

blog comments powered by Disqus
nach oben