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Blut spenden in Zeiten des Coronavirus

Wie gefährlich ist meine Hilfe? - Blut spenden in Zeiten des Coronavirus

Gerade in Krisenzeiten wird jede Spende benötigt, um das Versorgungssystem aufrechtzuerhalten.

Leben retten ist so einfach: Mit einer Blutspende kann Schwerstkranken und Unfallopfern geholfen werden. Und gerade in Krisenzeiten wird jede Spende benötigt, um das Versorgungssystem aufrechtzuerhalten. Doch wie ist das Spenden in Zeiten der Corona-Pandemie? Prinzipiell gilt, wie auch während Grippezeiten: Jeder kann spenden, der sich gesund und fit fühlt.

Wer darf nicht spenden?

Wer grippale oder Erkältungs-Symptome sowie Durchfall hat, wird generell nicht zur Blutspende zugelassen. Wer unter dem Verdacht steht, sich mit Coronavirus infiziert zu haben, sollte nicht zu den Blutspendeterminen kommen, sondern den einen Hausarzt aufsuchen. 

Außerdem weist der DRK-Blutspendedienst darauf hin einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten und einen eigenen Kugelschreiber zum Ausfüllen des Anamnesebogens mitzubringen. Aufgrund der aktuellen Situation sollte zudem auf Begleitpersonen verzichtet werden. Kinderbetreuung vor Ort ist derzeit nicht möglich.

Wichtiger Hinweis: Auf den Blutspendetermin werden die Proben nicht auf das neuartige Coronavirus untersucht.

© FFH

Unser FFH-Reporter aus dem Studio Nordhessen hat's getan: Marcel Ruge hat seinen eigenen Kugelschreiber mitgebracht und den Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten - und gespendet. 

Sperrfristen nach Urlaub oder Kontakt zu Infizierten

Nach Auslandsaufenthalten gibt es häufig Sperrfristen bis man wieder Blut spenden kann.  Wie lange man warten muss, hängt vom Reiseziel, der Dauer der Reise und auch Reisezeit ab. Je nachdem, wo man zuletzt war, reichen Wartezeiten von vier Wochen bis zu sechs Monaten - nach der Rückkehr nach Deutschland.

Erkrankte müssen mehrere Monate warten

Außerdem gilt: Wer Kontakt zu einem Verdachtsfall oder Erkrankten hatte, muss vier Wochen warten. Personen, die selbst am Coronavirus erkrankt sind, können erst drei Monate nach Ausheilung der Erkrankung wieder Blut spenden. 

Wer in folgenden Ländern und Regionen zuletzt unterwegs war, muss vier Wochen bis zur nächsten Spende warten: 

Europa

Italien (ganzes Land), Frankreich - Region Grand Est (diese Region enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne), Österreich (Bundesland Tirol), Spanien ( Regionen Madrid, Navarra, La Rioja und Paìs Vasco), Schweiz (Kantone Tessin, Waadt und Genf)

Asien

Iran (ganzes Land), Südkorea (Dague und die Provinz Gyeongsangbuk-do, Nord-Gyeongsang)

Afrika

Ägypten (ganzes Land)

Amerika

USA (Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York)

Mehr Infos gibt es im Service-Center der DRK-Blutspende unter 0800 11 949 11.

Wer sich krank fühlt oder Verdacht auf eine Corona-Infektion hat, wendet sich bitte an den Hausarzt oder an den Kassenärztlichen Notdienst unter der Nummer: 116117.

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