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Ganz schön staubig: Blütenstaub auf Autos

Ganz schön staubig: Blütenstaub - Warum unsere Autos gerade so dreckig sind

© dpa

Blütenstaub wird über die Landschaft geweht.

Sonnig, trocken und windig! So sieht es beim Wetter nicht nur in dieser Woche aus, so sieht es quasi seit Mitte März bei uns aus. Seitdem ist es fast beständig sonnig und trocken, und so fällt auf, dass die Luft derzeit sehr staubig ist und voller feiner Partikel. An Fenstern und Autos fällt es als erstes auf: Kaum hat man sie saubergemacht, sind sie schon wieder verdreckt.

Pollen, Pollen, Pollen

Diesmal handelt sich nicht in erster Linie um Saharasand, also um Dreck aus der Ferne. Den gab es zwar auch schon, und zwar Anfang April. Aber diesmal ist die Staubbelastung sozusagen hausgemacht: Es handelt sich hauptsächlich um den Blütenstaub der Pflanzen. Seit einigen Wochen "explodiert" ja förmlich die Natur, und der Blütenstaub vieler Bäume (zum Beispiel der Birke) wird durch den Wind durch die Luft getragen. Auch Fichte und Kiefer sorgen für den gelben Staub, der förmlich alle Oberflächen belagert. Entgegen der allgemeinen Annahme kommen aber nur in der Nähe der momentan sehr früh blühenden Rapsfelder noch manchmal die Rapspollen hinzu. Denn aufgrund ihrer Klebrigkeit fliegen diese Pollen insgesamt nicht sehr weit. Auch Feinstaub der teils knochentrockenen Äcker ist dabei.

Autowäsche noch verschieben

Die ganzen Partikel werden durch den sehr böigen Ostwind derzeit kilometerweit durch die Luft getragen. Wenn sich abends der Wind legt, sieht man übrigens manchmal den Staub als dunkle Dunstschicht am Horizont. Solange kein Regen fällt, geht diese „Staublage“ auch so weiter, erst Richtung Wochenende könnte da mit einer Winddrehung und mit möglichen Regenfällen eine kleine Linderung eintreten. Bis dahin bleibt der Erfolg einer Autowäsche ziemlich überschaubar.

Service: Pollen auf dem Auto - das hilft

Staubig werden sie gerade fast überall, unsere Autos. Aber wer unterm falschen Baum parkt, der erkennt sein Auto manchmal kaum wieder: "Ist ja ganz gelb, die Karre!", Das nervt und viele fragen sich: Schadet das vielleicht dem Lack? Und wie wird man das am besten wieder los?

Keine Sorge um den Lack

Die Befürchtung, die Sonne könnte den Staub so richtig in den Lack einbrennen, ist laut ADAC unbegründet. Eile ist also nicht geboten, unser Autolack kann den Frühling gut abwarten. Wer jedoch in die Waschanlage fährt, und sein Auto nach der Wäsche schön mit Wachs konserviert, wird feststellen, dass danach der Dreck auch nicht mehr so gut auf der Oberfläche haftet.

Blütenstaub oder Saharasand

Wer selbst waschen will, hat zwei Dinge zu bedenken. In den meisten Gemeinden ist das Selbstwaschen mit Schwamm und Eimer zuhause verboten. Das kann ordentlich Bussgeld kosten. Und wer Staub und Dreck mit dem Schwamm ordentlich übers Auto wischt, hat ganz schnell einen gewissen Schmirgeleffekt, wenn sich die feinen Sandpartikel zwischen Schwamm und Auto reiben. Vor allem, wenn es kein Blütenstaub sondern vielleicht doch noch der Saharasand von Anfang April ist. Der Effekt tritt in guten Waschanlagen mit viel Wassereinsatz nicht so stark auf.

Vorsicht Durchblick

Wer gegen Blütenstaub um klare Sicht zu bekommen die Wischwaschanlage und die Scheibenwischer einsetzt, sei gewarnt. Ist zuviel Staub auf der Scheibe, verwandelt sich der mit dem Wischwasser schnell in einen leuchtendgelben Schmierfilm. Außerdem sollte der Frostschutz im Wischwasser der Frostschutz in der Anlage jetzt mit Sommerreinigungsmittel aufgefüllt werden. Die Produkte für den Sommer kommen deutlich besser mit Blütenstaub und Insekten zurecht. Mischen ist aber kein Problem. Einfach draufschütten, es sei denn der Tank ist noch randvoll.

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