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Maske und Mimik: Warum wir jetzt anders wirken

Experte erklärt bei FFH - Maske & Mimik: Warum wir anders wirken

© dpa

Wer aus Freude lacht, dem sieht man das trotz Maske an den Augen an. 

Im Supermarkt, bei der Post oder in Geschäften: Wir alle müssen jetzt einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Und weil die Masken einen Großteil unseres Gesichts verdecken, bleibt auch die Mimik auf der Strecke. Dabei ist sie für unser Gegenüber ein wichtiger Indikator um zu erkennen, wie wir uns fühlen. Wir haben mit Dirk Eilert gesprochen. Als Experte für Mimik und Körpersprache erklärt er, wie Masken unsere Mimik einschränken und was sich sonst durch Masken in der Interaktion untereinander verändert.

Die Mimik ist ein wichtiger Teil unserer Kommunikation. Experte Dirk Eilert geht sogar noch einen Schritt weiter und sagt: "Die Mimik ist die Bühne der Emotionen." Durch einen Blick ins Gesicht wissen wir schnell, wie es unserem Gegenüber geht. Masken verdecken einen Großteil des Gesichts und damit auch unsere Mimik. Und über die Augen lassen sich Emotionen eben auch nicht komplett transportieren.

Höfliches Lächeln durch Maske unnütz

Klar, wenn jemand aus vollem Herzen und mit Freude lacht, dann lachen die Augen mit. Aber es gibt eben auch ein Lächeln, das wir zum Beispiel Fremden gegenüber aus Höflichkeit einsetzen. Also an der Kasse, in der Postfiliale oder beim Bäcker. "Und bei dieser Art zu lächeln, tut sich im Bereich der Augen nicht viel", erklärt der Experte im FFH-Interview. Durch die Maske wirken wir also recht neutral, obwohl wir vielleicht ein höfliches Lächeln aufgesetzt haben.

Der Tipp von Dirk Eilert lautet deshalb: In Momenten, wo wir normalerweise nur freundlich lächeln würden, ein Gefühl echter Freude erzeugen und so die Augen dazu bringen, diese Emotion zu transportieren.

Experte Dirk Eilert: Wie wir trotz Maske mit den Augen kommunizieren können

Veränderte Stimme durch Maske

Durch die Maske wird es nicht nur schwerer, Emotionen zu vermitteln, sondern unsere Stimme verändert sich auch. Man bekommt durch Masken schwerer Luft und hat das Gefühl, dass man lauter sprechen müsse, schließlich hat man da ja ein Stück Stoff vorm Mund. Allerdings: "Wer angestrengt laut redet, klingt schnell ärgerlich, obwohl er es womöglich gar nicht ist", warnt Dirk Eilert.

Experte Dirk Eilert: Lauter sprechen? Muss nicht sein

Keine Mimik? Problem für Babys

Wo Erwachsene noch relativ gut mit einem Mimik-reduzierten Miteinander umgehen können, sind Babys davon verwirrt. Für sie ist Mimik ein wichtiger Faktor, um die Menschen im Umfeld kennenzulernen und um generell Dinge zu lernen. Fällt die Mimik durch die Maske weg, erzeugt das bei Babys auch schnell erst Stress und dann Angst, erklärt Dirk Eilert.

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Experte Dirk Eilert: Darum ist Mimik für Babys so wichtig

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