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Wieder heim geschickt: Tücken beim Mallorca-Urlaub

Tücken beim Mallorca-Urlaub - Deutsche Touristen wieder heim geschickt

© Symbolbild dpa

Die ersten Sommerurlauber machen gerade wieder Urlaub auf Mallorca. Doch es läuft nicht bei allen wirklich glatt - einige wurden jetzt an der Grenze abgewiesen und direkt wieder heimgeschickt. Der Grund: Bei ihrer Pauschalreise war der "falsche" Flug dabei.

Sommer, Sonne, Strand - darauf müssen Kai-Jörg und seine Frau Katja erst einmal verzichten. Stattdessen gab einen Haufen Ärger, eine lange Mietwagenfahrt und eine Rechnung von 2.600 Euro. Denn Reisen in Corona-Zeiten kann auch für einige unerwartet Hindernisse sorgen, von denen auch ein Reisekonzern wie TUI nicht verschont bleibt.

Kurze Pauschalreise nach Spanien

Am Montag früh ist das Pärchen zu seiner Pauschalreise nach Mallorca aufgebrochen, Montagabend waren sie schon wieder zurück in Deutschland - denn die spanischen Grenzbeamten lassen sie nicht auf die beliebte Urlaubsinsel. Der Grund: Statt mit einem Direktflug war im Reisepaket der beiden ein Flug über Zürich vorgesehen. Aktuell dürfen aber keine Urlauber aus der Schweiz in Spanien einreisen. Dass Kai-Jörg und Katja Deutsche Staatsbürger sind und aus Deutschland losgeflogen sind, reicht an der Grenze nicht. Rund 30 Minuten verbringen sie auf der Insel, dann geht es mit dem selben Flieger wieder zurück. Und die Rückreise wird mehr als Beschwerlich. Denn der Flug geht nur bis Zürich, einen Weiterflug nach Deutschland gibt es an diesem Tag nicht mehr.

Was ist dann am Terminal bei der Einreise passiert?

Kai-Jörg im Gespräch mit FFH

Wie lang wart ihr auf der Insel?

Kai-Jörg im Gespräch mit FFH

Und auch ein Mietwagen für die Fahrt nach Deutschland ist erst einmal nicht zu bekommen - erst bei der vierten Firma bekommen die beiden einen Wagen und machen sich auf den Weg zurück nach Deutschland. Erst spät in der Nacht kommen sie in Frankfurt an, nehmen sich dort ein Hotel und fahren am, nächsten Morgen zurück nach Trier - kosten der Aktion: Rund 2600 Euro. Auch wenn TUI die Kosten wohl erstatten wird, die beiden mussten sie erst einmal vorlegen.

Fehler im automatischen Buchungssystem

Wir haben bei TUI nachgefragt, wie das alles passieren konnte. Der Hintergrund: Die Reise wurde über "X-TUI" gebucht. Bei diesem Dienst werden Pauschalreisen automatisch zusammengestellt - das System sucht nach verfügbaren Hotels und geeigneten Flügen und schnürt daraus ein Paket, ohne dass dies noch einmal von einem Mitarbeiter überprüft wird. Und in dieser Software war nicht hinterlegt, dass derzeit keine Urlauber aus der Schweiz auf Mallorca einreisen dürfen.

TUI hat den Fehler inzwischen behoben und will eine kulante Reglung mit den betroffenen Reisenden finden. "Wir bedauern den Fehler des elektronischen Buchungssystems, der für künftige Buchungen nicht mehr vorkommen wird.", versichert uns ein Sprecher des Reiseanbieters.

Marc Adler

Autor
Marc Adler

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