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Gewittertierchen belagern Hessen

Insekten flüchten vor Gewittern - Gewittertierchen belagern Hessen

© youtube.com/Neudorff

"Was sind bloß für kleine Mistviecher?" fragen sich derzeit viele Hessen. Ständig belagern sie die Haut, sehen aus wie winzige Kommas und haben ganz feine Härchen auf den Flügeln - und sie jucken fürchterlich. Thripsen oder sogenannte Gewittertierchen belagern derzeit das FFH-Land und dabei können die Insekten nicht mal besonders gut fliegen. 

Keine guten Flieger

Das Kuriose bei Gewittertierchen ist mit Sicherheit die Tatsache, dass die Insekten alles andere als gute Flieger sind. Vielmehr sind Thripsen auf Mutter Natur bei der Fortbewegung angewiesen: Gewittertierchen lassen sich von Luftströmen einfach mittragen.

Wenn das Thermometer die 20-Grad-Marke knackt, legen diese so kilometerweite Strecken zurück.

Gewitter als Auslöser

Der außergewöhnliche Name der Insekten kommt dabei nicht von ungefähr. Gewittertierchen flüchten nämlich vom Himmel, wenn sich Gewitter entwickeln und kommen in Scharen Richtung Bodennähe. Das liegt an der sogenannten elektrischen Feldstärke. 

Luft wird bei Gewitter sozusagen elektrisch aufgeladen. Das mögen Insekten und insbesondere Thripsen überhaupt nicht und lassen sich daher vom Wind durch offenen Fenster, auf Kleidung, Möbel und Geräte tragen.

Insekten mit Vorlieben

Als Landefläche bevorzugen Gewittertierchen helle Kleidung - am besten in Weiß oder Gelb. Und Schweiß mögen sie auch gerne. Beim Joggen sollte man daher lieber dunkle Farben wie Schwarz oder Grau tragen.

Und wenn es richtig schwül ist, sollte man beim Fahrradfahren unbedingt eine Sportbrille tragen, dass Gewittertierchen nicht die ganze Zeit ins Auge fliegen.

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