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Wie ist es als Corona-Impfung-Testpatient?

Markus aus Karben im Interview - So ist es als Corona-Impfung-Tester

© privat

Markus aus Karben hat an einer Studie teilgenommen, bei der nach einem Impfstoff gegen das Corona-Virus gesucht wurde. 

Weltweit forschen Experten unter Hochdruck an einem Impfstoff gegen das Corona-Virus. In Mannheim läuft unter anderem gerade eine Studie mit einem möglichen Impfstoff der Mainzer Pharmafirma Biontech. Einer der Testpersonen, also einer der ersten auf der ganzen Welt, der dieses Mittel freiwillig testet, ist Markus Marburg, zweifacher Papa aus Karben. Wir haben mit ihm gesprochen.

Für eine Studie mit einem möglichen Impfstoff gegen das Corona-Virus wurden gesunde und fitte Menschen gesucht. "Das bin ich!", dachte sich Markus aus Karben und bewarb sich. Kurze Zeit später wurde der 39-Jährige tatsächlich eingeladen, um an der Studie teilzunehmen.

Großer Check bevor's losging

Zehn Mal musste er dafür nach Mannheim fahren. Bevor's allerdings mit dem Spritzen losging, wurden die Teilnehmer auf Herz und Nieren geprüft. Stimmt der Body-Mass-Index, die Blutwerte und hat der Testpatient weder Drogen, noch Alkohol oder Medikamentenrückstände im Blut - all das wurde vorher gecheckt. "Uns waren außerdem auch einige Lebensmittel verboten. Zum Beispiel durften wir vorher keine Mohnbrötchen essen, weil der Mohn auch Werte verändert hätte", erzählt Markus im Gespräch mit FFH-Moderator Daniel Fischer.

Angst vor Spritzen bekämpft

Klar, sagt der Familienvater, seine Frau habe anfangs Angst gehabt, dass beim Testen etwas schiefgehen könnte, dass Markus mit Nebenwirkungen zu kämpfen haben würde. Aber Markus selbst war entspannt. Bekämpfte am Rande sogar seine Angst vor Spritzen.

Immer das Ziel vor Augen

Alles mit dem Ziel vor Augen, der Forschung zu helfen, damit möglichst schnell ein Impfstoff gegen das Corona-Virus entwickelt werden kann. "Ich will einfach, dass Oma und Opa ihre Enkel schnell wieder in den Arm nehmen können", erklärt Markus.

Deshalb waren für ihn die 1500 Euro Aufwandsentschädigung, die er für die Teilnahme an der Studie bekam, auch kein Grund zuzusagen.

Jetzt, nach Beendigung seines Teils der Studie, geht's Markus super. Er hatte weder Nebenwirkungen, noch andere negativen Begleiterscheinungen: "Ich fühle mich fantastisch und ich hoffe, dass die Studie zeitnah was bringt!“

Corona-Impfung-Testpatient Markus im FFH-Interview

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