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Weniger Hitze, mehr Blitze: Gewitter im Anmarsch

Weniger Hitze, mehr Blitze - Jetzt kommen die Gewitter

Noch immer haben wir es mit der großen Hitzewelle zu tun. Aber: So langsam sind die Tage mit den Ü35-Spitzenwerten gezählt, so allmählich geht die Temperatur in den nächsten Tagen zurück.

Der Grund dafür ist, dass die Luft jetzt feuchter geworden ist (was wir so ein bisschen dem Atlantik zu verdanken haben). Daher kommen zur Sonne häufiger Wolken und damit häufiger auch Schauer und Gewitter. Diese Gewitter können auch in den nächsten Tagen durchaus sehr heftig ausfallen.

Das aktuelle Hessenwetter

Im einzelnen sieht es so aus...

Samstag: Gemischter Hochsommer

Aller Voraussicht nach halten sich die bisherigen Schauer- und Gewitterwolken heute vor allem über dem Norden von Hessen auf, im Süden geht es in der Atmosphäre etwas ruhiger und damit etwas sonniger zur Sache. Je nach Sonnenschein erreicht die Temperatur zwischen 20 und 27 Grad, mit mehr Sonnenschein kann es auch noch etwas wärmer werden.

Sonntag: Wieder wärmer

Erneut wieder ziemlich warm, und voraussichtlich gibt es auch wieder über 30 Grad, beispielsweise in Südhessen und im Rhein-Main-Gebiet. Die Schauer und Gewitter haben sich meist verzogen, nur stellenweise blitzt und donnert es noch. Daher sollte zwischendurch zeitweise auch ungestört die Sonne scheinen.

So funktioniert Gewitter...

Für Gewitter brauch es im wesentlichen zwei Dinge: 1.: Genügend Feuchtigkeit in der Luft und 2.: eine bestimmte Atmosphärenschichtung, bei der es von unten nach oben hin rasch kälter wird. Dann genügt 3.: ein kleiner Anstoß, eine kleine Störung, und die Wolken strudeln wie in einem Fahrstuhl nach oben und entwickeln sich mitunter zu starken Unwettern mit Wolkenbruch, Hagelschlag und Sturmböen.

Nicht so wichtig für die Gewitterbildung ist hingegen eine hohe Temperatur, auch wenn man das immer wieder liest. So gibt es ja in allen heißen Wüsten der Erde kaum Gewitter. Auch bei uns sind echte „Wärmegewitter“, die allein durch hohe Sonneneinstrahlung bei großer Hitze entstehen, in Wirklichkeit sehr, sehr selten.

Vielmehr handelt es sich bei fast allen Gewittern hier bei uns um solche, die sich durch irgendeine Störung von außen entwickeln. Die meisten Gewitter entstehen bei Temperaturen um die 23/24 Grad bei wechselhafter Witterung. Und dass schließlich auch die Sonne nur eine untergeordnete Rolle bei der Gewitterentstehung spielt, zeigt sich allein schon an der Tatsache, dass es auch nachts und im Winter immer mal wieder blitzt und donnert.

Das aktuelle Hessenwetter

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