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Melsungen: Braun-Lüdicke rügt Torwart Heinevetter

Torwart hat Vorstand kritisiert - Melsungen: Braun-Lüdicke rügt Heinevetter

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MT-Keeper Silvio Heinevetter regte sich nach dem Sieg in Leipzig über die Begleitumstände seines Vertragsendes auf.

Nach der Kritik von MT-Torwart Silvio Heinevetter hat Melsungens Aufsichtsratschefin Barbara Braun-Lüdicke reagiert und sagt zu FFH: "Wir respektieren Silvio als Persönlichkeit und als Sportsmann. Umgekehrt erwarten wir von unseren Spielern Respekt gegenüber dem Verein als ihrem Arbeitgeber."

Zudem hat Braun-Lüdicke ein internes Gespräch mit Heinevetter angekündigt. Der 37-Jährige, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, hatte nach dem 26:22-Sieg in Leipzig am Sky-Mikrofon den Vorstand der MT Melsungen kritisiert: "Ich bin menschlich enttäuscht von Axel Geerken. Es gibt eines, was man als Spieler erwarten kann: Eine offene und vor allem ehrliche Kommunikation. Die war es bei Gott nicht."

Heinevetter: "Werde bis zum Schluss alles geben"

Heinevetter beklagt, dass Geerken mit ihm verhandelt habe, obwohl mit Adam Morawski ein neuer Torwart verpflichtet worden ist: "Wenn man den anderen Torwart über Wochen und Monate bei Laune hält, ist das nicht die feine englische Art", kritisiert der 37-Jährige, der noch keinen neuen Verein gefunden hat - und fügt an: "Ich werde bis zum Schluss alles geben und ich glaube, die Fans honorieren das."

Melsungen hat sich nach Minden-Pleite gefangen

Sportlich gesehen geht es für die MT wieder aufwärts: Nach der bitteren Pleite gegen Schlusslicht GWD Minden hat der nordhessische Handball-Bundesligist zweimal in Folge gewonnen - sehr zur Freude von Braun-Lüdicke, die zu FFH sagt: "So wie wir nach Minden enttäuscht waren, so stolz sind wir auf die Leistungen danach. Dabei hat Silvio neben unserem Trainer zweifellos zu den Erfolgsgaranten gehört."

Braun-Lüdicke besorgt über steigende Corona-Zahlen

Die MT hatte sich vor zwei Wochen öffentlich für die Minden-Pleite entschuldigt, scheint nach den Siegen gegen Stuttgart und in Leipzig aber in ruhigere Fahrwasser zu steuern. Sorgen macht sich Braun-Lüdicke dennoch - über die sich zuspitzende Pandemielage: "Für uns geht es darum, unseren Sport auch weiterhin in einem für Fans sicheren Umfeld präsentieren zu dürfen." 

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