Nachrichten > Sport >

Hessischer Amateurfußball wird vorerst fortgesetzt

HFV-Boss Reuß hofft aufs Beste - Amateurfußball wird vorerst fortgesetzt

© dpa

Stefan Reuß, Präsident des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV), steht während einer Rede am Rednerpult.

Gerät der Spielbetrieb im hessischen Amateur-Fußball wieder in Gefahr? Durch die sich zuspitzende Pandemie-Lage droht dieses Szenario erneut, auf einen Abbruch wäre man dieses Mal aber besser vorbereitet. Das erklärt der hessische Verbandspräsident Stefan Reuß in einem Interview mit der deutschen Presse-Agentur.

Erst vor kurzem hat der Hessische Fußball-Verband (HFV) aufgrund der steigenden Infektionszahlen alle Hallenfußball-Turniere abgesagt. Was die Fortsetzung des Spielbetriebs im Freien angeht, ist HFV-Präsident Reuß vorsichtig optimistisch: "Wir hoffen, dass wir die Spiele bis zur Winterpause durchführen können. Deshalb appellieren wir noch einmal an alle, die Hygienevorschriften einzuhalten."

Aufs Beste hoffen, aufs Schlimmste vorbereiten

Auf das schlimmste Szenario - sprich einen Abbruch, so wie in der letzten und vorletzten Spielzeit - sei man jedoch besser vorbereitet, so der 51-Jährige: "Was die rechtlichen Rahmenbedingungen anbelangt, haben wir aus den letzten beiden Runden gelernt. Wir haben zum Beispiel neue Wertungssystematiken installiert."

HFV-Präsident Reuß: "Faszination Fußball bei Kindern noch vorhanden"

Die Vereine sind freilich nicht unbeschadet durch die bisherige Pandemie gekommen, so Reuß: "Es gibt Vereine, die finanzielle Problemlagen haben. Das ist nicht zu unterschätzen." Dennoch habe es nur einen geringen Rückgang an Amateurfußballern gegeben. "Das stimmt uns zuversichtlich, dass die Faszination Fußball bei den Kindern noch vorhanden ist", sagt HFV-Präsident Reuß.

Erheblicher Einbruch im Bambini-Jahrgang

Das größte Problem sei aber, dass es bei den ganz Kleinen, also den Bambinis, 2020 einen ganz erheblichen Einbruch gab. "Davon konnten wir in diesem Sommer zwar relativ viel kompensieren", sagt Reuß, betont aber: "Dennoch müssen wir damit rechnen, dass uns langfristig ein Jahrgang fehlt. Da müssen wir genau hinschauen, wie wir Spieler zurückgewinnen und dafür werben können."

nach oben