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Handball: Golla optimistisch

Handball-EM 2022 - Kapitän Golla optimistisch vor Turnier

© Foto: dpa

Heute ist es endlich soweit. Die Handball-Europameisterschaft der Männer startet in Ungarn und der Slowakei. Alle Spiele werden live von der ARD und dem ZDF übertragen. Nun wird sich zeigen, wie gut Bundestrainer Alfred Gislason das deutsche Team auf das Handball-Highlight vorbereitet hat. Die DHB-Auswahl startet am Freitag (18.00 Uhr/ARD) in Bratislava gegen Belarus ins Turnier. Weitere Vorrundengegner in der slowakischen Hauptstadt sind Österreich und Polen.

Kapitän Golla gibt sich optimistisch

Der Kapitän des deutschen Teams, Johannes Golla, traut den deutschen Handballern bei der Europameisterschaft in der Slowakei und Ungarn eine positive Überraschung zu. Die neu zusammengestellte Mannschaft sei zwar "jung und unerfahren", sagte der 24-Jährige in einem Interview der "Sport Bild" (Mittwoch). Aber: "Wenn wir es schaffen, dass alle Spieler merken, dass sie das internationale Top-Niveau spielen können, wovon ich bei jedem überzeugt bin, dann können wir viel erreichen. "

Angesichts etlicher Debütanten zählt Kreisläufer Golla schon zu den erfahreneren Akteuren im Team. Dass er vor einigen Wochen von Bundestrainer Alfred Gislason zum Kapitän ernannt wurde, hat ihn sogar ein wenig überrascht.

„Eine absolute Ehre für mich“

"Er hat mich ein bisschen ins kalte Wasser geworfen", erzählte Golla. Der Isländer habe ihn und die anderen mit seiner Entscheidung vor "vollendete Tatsachen" gestellt. "Dieses Amt ist aber natürlich eine absolute Ehre", sagte Golla. "Ich bin überzeugt, dass diese Zusammenarbeit funktioniert. "

Timo Kastening warnt vor zu hoher Erwartungshaltung

Handball-Nationalspieler Timo Kastening sieht Deutschlands Rolle bei der kommenden Europameisterschaft ein wenig anders. Er sieht das DHB-Team vor der am Donnerstag in Ungarn und der Slowakei beginnenden Europameisterschaft nicht unter den besten vier Nationen: "Das ist aktuell die Realität, entsprechend muss man die Erwartungshaltung ein Stück weit herunterschrauben", sagte der Rechtsaußen des Bundesligisten MT Melsungen in einem Spox-Interview.
Für den 26-jährigen Linkshänder steht außer Frage, dass "wir aber in naher Zukunft wieder in die Weltspitze stoßen können und wir auch in der Lage sind, uns während eines Turniers in einen Rausch zu spielen". In der Vorrunde trifft das Team von Bundestrainer Alfred Gislason im slowakischen Bratislava auf Belarus (14. Januar), Österreich (16. Januar) und Polen (18. Januar). Nur die beiden besten Mannschaften qualifizieren sich für die Hauptrunde.
"Wir müssen Alfreds System weiter adaptieren, einen guten Start ins Turnier hinlegen, von Verletzungen verschont bleiben und uns in einen Flow spielen", sagte der Handballer des Jahres von 2019: "Dann ist vieles möglich." Die Spiele der Vorrunde könnten alle gewonnen, aber an schlechten Tagen auch alle verloren werden. Kastening: "Wenn du die ersten beiden Spiele verlierst, ist alles, was du vor dem Turnier erzählt hast, völlig egal. "

Corona wirft seinen Schatten auf das Turnier

Die Europäische Handball-Föderation (EHF) setzt trotz der weiter um sich greifenden Corona-Pandemie auf eine sichere Europameisterschaft in Ungarn und der Slowakei. "Die Methoden sind bekannt, die Ziele bleiben gleich: Die Sicherheit aller Beteiligten hat oberste Priorität", sagte EHF-Generalsekretär Martin Hausleitner in einem Interview der Fachzeitschrift "Handballwoche" am vergangenen Dienstag. 
"Das Virus ist präsent, und dennoch hoffe ich, dass sein Einfluss so gering wie möglich sein wird", blickte der Österreicher voraus. Wichtig sei, flexibel zu bleiben und schnell auf sich ändernde Umstände reagieren zu können: "Diese Möglichkeit hat das Turnier-Management vor Ort. So können wir den Ablauf des Turniers garantieren, und ich sehe nicht die Gefahr eines möglichen Abbruchs", sagte Hausleitner.

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