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Eintracht scheitert nach Elfmeter-Krimi in London

Elfmeter-Krimi - Final-Traum für Frankfurt geplatzt

Chelseas Loftus-Cheek trifft zum 1:0 (28. Minute)

Eintracht Frankfurt liefert wieder einen großen Kampf. Am Ende reicht es nach dem Elfmeterschießen dennoch nicht für das Finale. Gefeiert wird das Team trotzdem.

Eintracht Frankfurt hat den Einzug ins Endspiel der Europa League verpasst. Unsere Hessen unterlagen im Halbfinal-Rückspiel mit 3:4 im Elfmeterschießen beim FC Chelsea und sind damit eine Woche nach dem 1:1 im Hinspiel ausgeschieden.

Jovic trifft für die Eintracht

Vor 36.070 Zuschauern reichte auch eine starke Leistung und ein Tor von Luka Jovic (49. Minute) nicht zum ersten Final-Einzug in einem europäischen Wettbewerb seit 39 Jahren. 

 

Eintracht scheitert nach Elfmeter-Krimi in London

Danke an die Eintracht und die tollen Fans!

© FFH

Lob an die Fans

"Viele Tränen sind geflossen, weil wir es heute einfach nicht verdient haben, dass wir ausscheiden", sagte Trainer Adi Hütter. "Wir können alle nur stolz sein, was wir gezeigt haben." Außenverteidiger Danny da Costa sagte: "Es tut unglaublich weh. Elferschießen ist immer eine Lotterie, da kann es in die eine oder die andere Richtung kippen." Der 25-Jährige lobte die Fans: "Wenn man sieht, wie die Fans uns gefeiert haben, das war schon der Wahnsinn."

Bobic: "Man kann verdammt stolz sein auf die Truppe."

Auch Sportvorstand Fredi Bobic war "traurig" und "enttäuscht". Er betonte bei RTL aber auch: "Man kann verdammt stolz sein auf die Truppe." Er werde noch eine Weile brauchen, "um zu kapieren, was die Jungs hier abgerissen haben". Bobic sprach von einer "unglaublichen Willensleistung" und sagte: "Es war alles dabei, was den Fußball ausmacht."

Kevin Trapp im FFH Interview

Eintracht scheitert nach Elfmeter-Krimi in London

Kevin Trapp im Gespräch mit FFH-Reporterin Sonja Pahl.

Eintracht Torhüter Kevin Trapp hält beim Elfmeterschießen einen Ball von Cesar Azpilicueta

Nervenkrimi im Elfmeterschießen

Dabei sah es im Elfmeterschießen für die Mannschaft von Adi Hütter zunächst gut aus. Torhüter Kevin Trapp hielt den zweiten Elfmeter der Engländer und brachte die Eintracht damit in eine gute Ausgangsposition. Doch Martin Hinteregger und Gonçalo Paciência vergaben ihre Versuche vom Punkt aus, Eden Hazard verwandelte dann den entscheidenden Elfmeter für Chelsea.

Chance für Haller in der Verlängerung

Der englische Nationalspieler Ruben Loftus-Cheek hatte die Gastgeber in Führung gebracht (28.), Stürmer Jovic gelang zunächst der umjubelte Ausgleich für den Bundesliga-Vierten. Der nach fünfwöchiger Verletzungspause erstmals wieder eingewechselte Sebastién Haller wäre in der Verlängerung fast zum umjubelten Frankfurter Torschützen geworden. Zunächst rettete David Luiz nach einem Schuss des Stürmers spektakulär auf der Linie (100.), fünf Minuten später war Zappacosta für seinen bereits geschlagenen Torhüter zur Stelle.

Unglücklicher Held: Nach einer überragenden Leistung im Spiel vergibt Martin Hinteregger seinen Elfmeter. Nach ihm trifft auch Gonçalo Paciência nicht.

Im Endspiel am 29. Mai in Aserbaidschans Hauptstadt Baku kommt es damit zu einem Londoner Stadtduell, Gegner der Blues ist der FC Arsenal mit den deutschen Profis Mesut Özil, Bernd Leno und Shkodran Mustafi.

Ende eine großartigen Reise

Für die Eintracht endete dagegen eine Woche nach dem 1:1 im Hinspiel eine eindrucksvolle Reise durch Europa auf dramatische Art und Weise kurz vor dem Endspiel. Die Hessen hatten auf ihrem Weg ins Halbfinale unter anderem Benfica Lissabon und Inter Mailand aus dem Wettbewerb geworfen.

Eintracht-Trainer Adi Hütter

Eintracht scheitert nach Elfmeter-Krimi in London

Eintracht-Trainer Adi Hütter nach dem bitteren Aus auf der Pressekonferenz.

Das Frankfurter Team verabschiedet sich nach der bitteren Niederlage von seinen Fans

Eintracht muss im Bundesliga-Endspurt um Mittelfeldakteur Rode bangen

Eintracht Frankfurt muss vor den letzten beiden wichtigen Spielen der Fußball-Bundesliga um den Einsatz von Sebastian Rode bangen. Der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler musste in der 70. Minute ausgewechselt werden. "Sebastian hat sich leider schwerer am Knie verletzt. Er hat sich das Knie verdreht und wir hoffen jetzt, dass es nicht ganz so schlimm ist", sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. "Es sah aber nicht gut aus. Wir hoffen schon, dass Seppl noch mal zurückkommt. Das wird nicht ganz einfach werden." Der DFB-Pokalsieger will in den beiden Liga-Partien am Sonntag gegen den FSV Mainz 05 (18.00 Uhr/Sky) und eine Woche später bei Bayern München Tabellenplatz vier verteidigen und sich für die Champions League 2019/20 qualifizieren.

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