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Seifert fordert Eile bei DFB-Präsidentensuche

Nach Grindel Rücktritt beim DFB - Seifert fordert Eile bei Präsidentensuche

Bei der Deutschen Fußball Liga wird es keinen Nachfolger für den ausscheidenden DFL-Präsidenten Reinhard Rauball geben. Die 36 Clubs der 1. und 2. Bundesliga einigten sich bei ihrer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Dienstag in Neu-Isenburg darauf, dass der ehrenamtliche Posten abgeschafft wird. Stattdessen tritt DFL-Geschäftsführer Christian Seifert künftig auch als Sprecher des Präsidiums auf.

Seifert wird die Arbeit des Präsidiums koordinieren

Der 50 Jahre alte Topmanager erhält damit weitere Kompetenzen. "Das Amt des Präsidenten ist künftig nicht mehr vorgesehen. Der Vorsitzende der Geschäftsführung (Seifert) wird künftig automatisch die Arbeit des Präsidiums koordinieren", sagte Rauball bei einer Pressekonferenz. Der 72-Jährige, zugleich Präsident von Borussia Dortmund, hört wie schon länger angekündigt zur Generalversammlung am 21. August auf.

Erwartete Strukturreform

Damit leitete die Dachorganisation wie erwartet ihre Strukturreform ein. Die DFL besteht aus einer zweigliedrigen Organisation mit GmbH und e.V. Der Schritt zu einer eingleisigen Organisation bedürfe noch einer größeren rechtlichen Prüfung, so Rauball.

Seifert fordert Eile bei DFB-Präsidentensuche

Christian Seifert hat als künftiger alleiniger DFL-Boss den Deutschen Fußball-Bund (DFB) zur Eile bei seiner Präsidentensuche aufgefordert. "Der Anspruch muss erstmal sein, in diesem Zeitraum das zu schaffen", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Dienstag mit Blick auf den DFB-Bundestag im September, wo der Nachfolger von Reinhard Grindel gekürt werden soll. "Das ist sicherlich eine wichtige Position, aber es ist sicherlich nicht die schwierigste Personalie Deutschlands", erklärte Seifert. Auch in der Wirtschaft sei man in der Lage, Führungspositionen innerhalb von drei Monaten zu besetzen. Grindel war nach Verfehlungen im April von seinem Amt zurückgetreten.

DFL in Zusammenarbeit mit DFB

Derzeit wird der DFB kommissarisch von Reinhard Rauball und Rainer Koch geführt. Eine Arbeitsgruppe entwirft - auch mit externen Beratern - ein Profil für das künftige Präsidentenamt. "Bis zum DFB-Bundestag im September ist der Prozess hoffentlich so abgeschlossen, dass ein Kandidat oder eine Kandidatin zur Verfügung steht", sagte Seifert. Man sei da mit dem DFB in einer konstruktiven Zusammenarbeit. Eine Funktion in der FIFA- oder UEFA-Exekutive schloss der Topmanager für sich selbst aus - "das ist zeitlich nicht in Einklang zu bringen."

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