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Zehnkampf-Weltmeister Kaul in Mainz empfangen

Nach WM-Triumph in Doha - Zehnkampf-König Kaul in Mainz empfangen

Glücklich und müde ist Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul in Mainz empfangen worden. Der 21-Jährige trug sich in das goldene Buch der Stadt ein und präsentierte seine Medaille. Knapp 50 Freunde, Verwandte und Vereinskollegen waren gekommen, um Kaul zu gratulieren. Der Mainzer OB Michael Ebling sagte, es gebe in der Stadt eine "große Fangemeinde" für den Saulheimer.

Kaul selbst bedankte sich bei seinen Weggefährten für die Unterstützung - insbesondere bei seinen Eltern Stefanie und Michael, die ihn auch trainieren. "Ich hatte jetzt im Flugzeug das erste Mal wirklich Zeit, mir etwas darüber Gedanken zu machen, was das denn jetzt alles so irgendwie nach sich ziehen kann. Ich glaube, das kommt dann in den nächsten ein, zwei Tagen."

Wenig geschlafen

In den vergangenen zwei Nächten habe er jeweils nur etwa eineinhalb Stunden geschlafen, erzählte der bislang jüngste Zehnkampf-Weltmeister. "Momentan geht's noch, da spielt natürlich Adrenalin auch eine große Rolle. Aber wenn das langsam mal runter geht, werde ich auch einfach mal ein, zwei Tage durchschlafen müssen."Bevor in der kommenden Woche auch die Uni wieder für den Lehramtsstudenten für Sport und Physik anfängt, würde er am Sonntag am liebsten vor dem Fernseher sitzen: "Mein großer Wunsch ist, dass ich morgen zum Speerwurf-Finale der Männer auf der Couch liege und mir das ganz in Ruhe angucken kann."

Vetter und Weber im Speerwurf-Finale

Titelverteidiger Johannes Vetter von der LG Offenburg hat das Speerwurf-Finale der Leichtathletik-WM in Doha problemlos erreicht. Mit 89,35 Meter übertraf er am Samstag mit dem ersten Versuch die Qualifikationsweite um 5,35 Meter. Auch der Mainzer Julian Weber zog mit 84,29 Meter in den Endkampf am Sonntag (18.55 Uhr (MESZ) ein. "Ich bin angelaufen und habe draufgehalten", sagte Vetter. "Hauptsache über 84 Meter."

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