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CL: Bayern in Belgrad, Bayer in Moskau zu Gast

Champions League - Bayern und Bayer auswärts gefordert

Mit Verspätung und ohne den werdenden Vater David Alaba ist der FC Bayern zum stimmungsvollen Champions-League-Duell (21.00 Uhr/Sky) bei Roter Stern Belgrad aufgebrochen. Der österreichische Fußball-Nationalspieler blieb in München, da seine Freundin Shalimar und er die Geburt des gemeinsamen Kindes erwarten. Für den jüngst in der Innenverteidigung aufgebotenen Alaba dürfte neben Javi Martínez der frühere Nationalspieler Jérôme Boateng auflaufen, der zuletzt in der Bundesliga rot-gesperrt war. Im Stadion Rajko Mitic stellt sich der Tabellenführer aus München auf eine leidenschaftliche Atmosphäre ein. "Das ist sensationell, die Fans sind wirklich richtig gut, die machen Stimmung. Darauf müssen wir uns einstellen", sagte Salihamidzic weiter. Die Münchner empfahlen ihren Fans vorsichtshalber am Spieltag auf Fanbekleidung aller Art zu verzichten.

Platz eins perfekt machen

Die Bayern haben bisher alle ihre vier Königsklassenspiele in dieser Saison gewonnen und können Platz eins in Gruppe B am Dienstag perfekt machen. "Wir wollen natürlich auch da ein sehr gutes Spiel machen, so wie wir das in den letzten Wochen gemacht haben", sagte Salihamidzic.Nationalspieler Joshua Kimmich will den Fans des serbischen Traditionsvereins einen atmosphärischen Dämpfer verpassen. "Wir haben schon im Video ein bisschen gesehen, wie die Stimmung da aussieht. Aber ich lasse mich trotzdem ein bisschen überraschen", sagte Kimmich. "Eine coole Stimmung nimmt man immer gerne mit als Spieler. Natürlich hoffen wir, dass wir die Stimmung ein bisschen bremsen können, indem wir ein gutes Spiel abliefern."

Leverkusen in Moskau gefordert

Als die Leverkusener Spieler auch mit knapp einer Stunde Verspätung in Moskau eintrafen, empfing sie eine kalte, aber noch erträgliche Luft. Sie dürfte jedoch nur ein Vorgeschmack gewesen sein auf das, was Bayer beim 100. Champions-League-Spiel der Vereinsgeschichte erwarten wird: Ein Endspiel im Eisschrank. Denn mindestens für das Überwintern in der Europa League entscheidende Spiel bei Lokomotive Moskau (18.55 MEZ/DAZN) werden bis zu zweistellige Minusgrade erwartet. Für Rudi Völler ist die Kälte kein großes Problem. "Es ist ein Alles-oder-Nichts-Spiel. Deshalb erwarte ich trotz der Minusgrade einen heißen Fight", sagte der Sportchef: "Ich finde die Kälte gar nicht so schlimm. Auf jeden Fall ist das keine Ausrede." Für die Zuschauer sei es "schlimmer als für die Spieler. Auf dem Platz muss man sich bewegen". Der Weltmeister von 1990 erinnerte sich an ein Spiel im November 2007 bei Spartak Moskau (0:2): "Da haben wir bei minus 15 Grad gespielt. So schlimm wird es diesmal nicht. Deshalb: Alles halb so wild."

Havertz, Weiser und Amiri nicht dabei 

Und der Bundesliga-Neunte reiste mit Verletzungs-Sorgen nach Russland. In Kai Havertz und Mitchell Weiser sowie dem gesperrten Nadiem Amiri fehlen drei Stammspieler, in Julian Baumgartlinger ist einer Vierter fraglich. Doch auch darüber will Völler nicht groß nachdenken. "Ein paar Ausfälle im November haben andere auch. Das gehört dazu bei den vielen englischen Wochen", sagte er.

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