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Eintracht: Rode kocht zu Hause

Eintracht Frankfurt - Sebastian Rode kocht zu Hause

Die Spieler der Frankfurter Eintracht versuchen sich derzeit hauptsächlich zu Hause fit zu halten. Noch bis zum kommenden Montag ist das Teamtraining auf jeden Fall ausgesetzt. Mittelfeldspieler Sebastian Rode hat uns nun  Einblicke gegeben in sein Leben derzeit:

Sebastian Rode über...

...die neue Alltagsgestaltung: Gestern war noch Laktattest, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Alle Spieler haben einen individuellen Trainingsplan an die Hand bekommen. Heute mussten wir 40 Minuten laufen und zuhause Stabilisationsübungen durchführen. Das wäre zwar auch in Kleingruppen möglich, aber ich mache es von zuhause aus, um so wenig wie möglich Kontakt aufkommen zu lassen. Aktuell gehe ich viel spazieren, koche viel – was man halt so macht. Heute war ich am Main joggen.

...das ausbleibende Mannschaftstraining: Ich bin es aus Rehaphasen in meiner Karriere schon gewohnt, alleine zu trainieren (schmunzelt). Das war aber meistens in entsprechenden Einrichtungen. Heimtraining ist etwas Neues. Nichtsdestotrotz habe ich weiter Kontakt zu den Kollegen, etwa über WhatsApp. Eine Woche kommt man schon mal ohne Kollegen aus.

...die Nachrichtenlage: Ich verfolge die Entwicklung sehr aufmerksam. Fast stündlich ändert sich etwas, ich möchte auf dem Laufenden bleiben. Grundsätzlich bleibe ich aber entspannt und halte mich einfach an das, was die Politiker sagen. Wenn das jeder beherzigt, und nicht beispielsweise diese Hamsterkäufe tätigt, werden wir das gemeinsam durchstehen.

...die Stunden vor der Aussetzung des 26. Spieltags: Wir hatten vormittags die Besprechung mit unserem Trainer, der auch noch keinen Ausblick geben konnte und davon ausgegangen ist, dass wir spielen, gerade nach der Entscheidung der DFL. Dann kam die nächste Sitzung, ich habe Mittagsschlaf gehalten und als ich aufgewacht bin, hat meine Frau gesagt, dass das Spiel ausfiele. In Salzburg ist es mir ähnlich ergangen (lacht).

...seine Unaufgeregtheit: Ich stehe zu der Meinung, es für nicht gutzuhalten, alles lahmzulegen. Wenn es sein muss, müssen wir in den sauren Apfel beißen und die Runde ohne Zuschauer zu Ende spielen. Natürlich müssen wir aufpassen, gerade gegenüber Risikogruppen wie älteren Menschen. Aber wenn sich jeder an die Vorgaben und Hygienemaßnahmen hält, können wir viel erreichen. Es gibt ja die Diskussion, die Saison ohne Zuschauer fortzuführen, auch aus finanziellen Gründen. An der Bundesliga hängen viele Jobs. Auch für viele Gastronomen und Restaurants gestaltet sich die momentane Situation sehr schwierig. Wenn es sein muss, müssen wir in den sauren Apfel beißen und die Runde ohne Zuschauer zu Ende spielen.

...Form und Fitness: Das verhält sich von Spieler zu Spieler unterschiedlich. Dennoch: Erst reden alle von Entzerrung und weniger Spielen und jetzt nach nicht mal einer Woche Pause... Das wird sich alles zeigen müssen. Grundsätzlich finde ich die aktuelle Phase vergleichbar mit einer Winterpause. Wir verlieren nicht viel, wenn wir uns an die Pläne halten.  

Rode:" Ich koche zu Hause"

Rode: " Hamsterkäufe ärgern mich"

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