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Strafverfahren gegen FIFA-Chef Infantino eröffnet

FIFA-Boss - Strafverfahren gegen Infantino eröffnet

FIFA-Präsident Gianni Infantino gerät in der Schweizer Justiz-Affäre immer stärker unter Druck und steht nun auch selbst im Visier der Ermittler. Die Schweizer Staatsanwaltschaft eröffnete am Donnerstag ein Strafverfahren gegen den Chef des Fußball-Weltverbands und könnte die FIFA in die größte Krise seit der Skandal-Ära von Vorgänger Joseph Blatter stürzen. In dem Verfahren geht es um geheime Treffen zwischen Infantino und dem Leiter der Bundesanwaltschaft, Michael Lauber, wie die Aufsichtsbehörde über die BA am Donnerstag in Bern weiter mitteilte.

Vorwürfe unter anderem wegen Anstiftung zum Amtsmissbrauch

Die Vorwürfe gegen Infantino lauten Anstiftung zum Amtsmissbrauch, Anstiftung zur Verletzung des Amtsgeheimnisses und Anstiftung zur Begünstigung. Angeklagt wird auch ein ebenfalls bei den Treffen anwesender Oberstaatsanwalt.Vor gut einem Monat hatte sich Infantino selbst noch zuversichtlich präsentiert und die Treffen als notwendig dargestellt. "Für mich ist diese ganze Sache absurd", sagte der 50-Jährige damals bei einer Pressekonferenz nach der Sitzung des FIFA-Councils. "Lasst mich das ein für alle Mal klarstellen: Mich mit dem Bundesanwalt der Schweiz zu treffen, ist absolut legitim und legal. Es ist kein Verstoß gegen irgendetwas." Von der FIFA gab es zunächst keine Reaktion.Damit könnte Infantino, der sich seit Amtsantritt im Februar 2016 stets als Erneuerer und Reformer präsentierte, vorübergehend auch Ungemach in seinem Amt als FIFA-Präsident drohen

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