Nachrichten > Top-Meldungen >

Scholz in Mülheim: "Nord-Stream-Turbine ist jederzeit einsetzbar"

Kanzler Scholz in Mülheim - Nord-Stream 1-Turbine sei einsetzbar

© dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz in Mülheim an der Ruhr bei der Besichtigung der Turbine für die Pipeline Nordstream 1.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat am Mittwoch den Energietechnik-Konzern Siemens Energy in Mülheim an der Ruhr besucht und die Turbine für die Pipeline Nord-Stream 1 besichtigt. 

Sein Fazit: Die Turbine sei jederzeit einsatzbereit und könne geliefert werden. Sie müsse nur von jemandem beansprucht werden, dann sei sie ganz schnell da.

Vorwürfe gegen Russland

Laut Scholz gebe es keine Gründe, warum die Turbine nicht geliefert werden könne. Sie sei nicht nur in einem perfektem Zustand, ihrer Nutzung stünden auch keinerlei Gas-Sanktionen entgegen. Der Bundeskanzler hat Russland außerdem vorgeworfen, Vorwände für die ausbleibenden Gaslieferungen zu nutzen, die nicht auf einer Faktenbasis nachvollziehbar seien. 

Turbine in Mülheim zwischengelagert

Seit Juni hat Russland die Gaslieferungen über Nord-Stream 1 zurückgefahren. Der Energiekonzern Gazprom begründete dies mit der fehlenden Turbine. Sie sei wichtig, um den nötigen Druck zum Durchpumpen des Gases aufzubauen. Gazprom warf seinem Vertragspartner Siemens Energy wiederholt vor, nicht die nötigen Dokumente und Informationen zur Reparatur der Maschine übermittelt zu haben. Der Konzern wies die Vorwürfe zurück. Seitdem ist die Turbine auf dem Weg von Kanada nach Russland zwischengelagert. 

nach oben