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DAK-Analyse: Höchster Krankenstand in Hessen seit Beginn der Pandemie

Wegen Grippewelle und Omikron - Deutlich mehr Krankmeldungen in Hessen

© dpa

Im ersten Halbjahr 2022 hat die DAK so viele Krankschreibungen verzeichnet, wie seit 2020 nicht mehr (Symbolbild).

In Hessen haben sich in der ersten Jahreshälfte so viele Menschen krank gemeldet wie seit Beginn der Pandemie nicht mehr. Das ergab nun eine Analyse der Krankenkasse DAK. Für diese Studie hat das Berliner IGES-Institut Daten von mehr als 270.000 Versicherten der DAK ausgewertet.

Die Ergebnisse zeigen, dass es deutlich mehr Krankschreibungen wegen Erkältungen und Corona-Fällen gab. Insgesamt ging jeder sechste Fehltag im Job auf Atemwegserkrankungen zurück.

Omikron-Variante treibt Zahlen hoch

Im März hat sich laut DAK parallel zu den Corona-Lockerungen eine ausgeprägte Erkältungs- und Grippewelle entwickelt. Begleitend dazu habe vor allem die hoch ansteckende Omikron-Variante für mehr Arbeitsausfälle gesorgt. Mehr als alle anderen Varianten. Corona verursachte insgesamt 61 Fehltage je 100 Versicherte. Das sind fast fünfmal so viele wie im Vorjahr, hieß es.

Viele Menschen mit Rückenproblemen

Trotz der vermehrten Corona-Ausfälle waren Atemwegserkrankungen allerdings nicht der häufigste Grund  für Fehltage. Demnach wurden die meisten Krankmeldungen wegen Rückenleiden und anderer Muskel-Skelett-Erkrankungen verzeichnet. An dritter Stelle standen psychische Erkrankungen. 

Mehr Ausfälle vor allem in einem Bereich

Laut DAK waren Menschen, die in nicht-medizinischen Gesundheitsberufen und Wellnessberufen arbeiteten besonders häufig krankgeschrieben. Ein Anstieg sei zudem auch in Verkehrs- und Logistikberufen verzeichnet worden.

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