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Israels Lapid spricht sich vor UN für Palästinenserstaat aus

Rede vor UN-Vollversammlung - Israels Lapid für Palästinenserstaat

© dpa

Yair Lapid, Premierminister von Israel, spricht auf der 77. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen im UN-Hauptquartier.

Der israelische Regierungschef Jair Lapid hat sich vor den Vereinten Nationen für die Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaates ausgesprochen.

Bedingung dafür sei aber, dass ein solcher Staat friedlich sein müsse, sagte Lapid vor der UN-Vollversammlung in New York. "Frieden ist kein Kompromiss, es ist die mutigste Entscheidung, die wir treffen können." Israel strebe Frieden mit der gesamten arabischen Welt an.

"Gemeinsame Zukunft aufbauen"

Eine Mehrheit der Israelis sei für eine Zwei-Staaten-Lösung, sagte der Regierungschef. "Ich bin einer von ihnen." Ein künftiger Palästinenserstaat dürfe aber "keine weitere Terrorbasis werden". Israel wolle in Frieden und Sicherheit leben. Lapid wandte sich auch an die Menschen im blockierten Gazastreifen und bot ihnen an, ihre Wirtschaft gemeinsam aufzubauen. "Wir haben nur eine Bedingung: Hört auf, unsere Kinder mit Raketen zu beschießen, legt eure Waffen nieder." Man könne dann "eine gemeinsame Zukunft im Gazastreifen und im Westjordanland aufbauen".

Kritik aus Israel

In Israel wurde schon vor Lapids Rede Kritik an der Idee laut, sowohl bei der Opposition als auch im rechten Flügel seiner Koalition. Am 1. November wählt Israel ein neues Parlament. Der rechtskonservative Oppositionsführer Benjamin Netanjahu, ein früherer Regierungschef, strebt dabei ein Comeback an.

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