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Niederlage zum WM-Auftakt: Deutschland verliert 1:2 gegen Japan

DFB-Elf verpatzt WM-Auftakt - Deutschland verliert 1:2 gegen Japan

© dpa

Der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleichstreffer für Japan.

Die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat einen erfolgreichen Auftakt in die Weltmeisterschaft in Katar verpasst.

Im ersten Gruppenspiel gegen Japan verlor die DFB-Elf mit 1:2.

Deutschland verspielt Führung

In der ersten Halbzeit ging die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick vor 42.608 durch einen verwandelten Foulelfmeter von Mittelfeldspieler İlkay Gündoğan in Führung (33.). Der zweite deutsche Treffer durch Kai Havertz kurz vor der Pause wurde wegen einer Abseitsstellung annuliert (45+5.). Weitere gute Chancen lies Deutschland ungenutzt. Nach der Pause kamen die Deutschen immer wieder zu guten Tormöglichkeiten - Hoffmann, Musiala und Gnabry verpassten es jedoch, die Führung zu erhöhen. Gündoğan traf in der 60. Minute nur den Pfosten.

Japan trifft doppelt

So kamen die Japaner zunächst durch den Freiburger Ritsu Dōan zum Ausgleichstreffer (75.). Acht Minuten später traf Takuma Asano nach einem langen Ball über die deutsche Abwehr zur 2:1 Führung für Japan. Von diesem Schock erholte sich die DFB-Elf in der Folge nicht mehr. Durch die Niederlage steht Deutschland im zweiten Spiel gegen Spanien am kommenden Sonntag bereits unter Druck.

Neuer: "Riesenenttäuschung"

Nach Schlusspfiff zeigte sich Kapitän Manuel Neuer sichtlich enttäuscht: "Das ist eine Riesenenttäuschung für uns, wir sind frustriert. Für mich ist es so knapp nach dem Spiel schwer zu verstehen, wie wir das aus der Hand gegeben haben". Torschütze Gündoğan ärgerten die leichten Gegentore: "Wir haben es Japan zu einfach gemacht. Gerade beim zweiten Tor, ich weiß nicht, ob jemals bei einer WM ein einfacheres Tor erzielt wurde, das darf nicht passieren. Vorne hatten wir unfassbare Möglichkeiten und haben das zweite nicht erzielt".

© dpa

Die Spieler der deutschen Mannschaft hielten sich beim Teamfoto vielsagend eine Hand vor den Mund.

Nationalspieler mit vielsagender Geste

Vor dem Anpfiff punkteten die Fußball-Nationalspieler noch mit einer vielsagenden Geste gegen die FIFA. Nach dem Verbot der "One Love"-Binde hielten sich Neuer und seine zehn Teamkollegen beim Mannschaftsfoto vor dem Anpfiff demonstrativ die Hand vor den Mund. Die Hand-vorm-Mund-Aktion der Nationalspieler könnte der Auftakt zu den bekannten drei Affen gewesen sein: Diesmal nichts sagen - und dann womöglich nichts hören und nichts sehen bei den weiteren zwei Vorrundenspielen. Auf der VIP-Tribüne, wo FIFA-Präsident Gianni Infantino saß, trug Bundesinnenministerin Nancy Faeser die für Neuer verbotene "One Love"-Binde für Vielfalt.

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