Pressemeldung: Bilanz der Branddirektion zur Silvesternacht: Die Einsatzzahlen im Rettungsdienst stiegen weiter an, bei der Feuerwehr blieben diese auf einem hohen Niveau konstant.https://t.co/1NoJmcY648
— Feuerwehr Frankfurt (@feuerwehrffm) January 1, 2026
14 Polizisten verletzt - So lief die Silvesternacht in Hessen
Hessen ist offenbar ohne größere Zwischenfälle ins neue Jahr gestartet: Zwar mussten die Einsatzkräfte immer wieder ausrücken - oft aber nur weil Papierkörbe, Hecken oder Mülltonnen brannten. In Frankfurt wurden laut Feuerwehr Rettungskräfte attackiert, mehrere Polizisten laut Innenministerium verletzt.
In den ersten Stunden des neuen Jahres gab es keine größeren Zwischenfälle in Hessen, das hat eine Umfrage unter allen Polizeipräsidien ergeben. "Es war sogar ein relativ ruhiger Silvesterbeginn", hieß es in Frankfurt. Die Polizei in Darmstadt berichtete auch von einem "eher ruhigen" Jahreswechsel.
“Typische Silvesternacht”
Die Offenbacher Polizei sprach von einer "typischen Silvesternacht" mit vielen Einsätzen, brennenden Mülltonnen und Böllern, die Menschen auf andere warfen. Von schweren Verletzungen war aber zunächst nichts bekannt. "Leider die üblichen Brände und Böllerverletzungen, aber nichts Herausragendes", hieß es bei der Polizei in Gießen.
Viele kleinere Brände
"Polizeieinsätze ja, aber nichts Außergewöhnliches", war die Antwort in Kassel. Die Silvesternacht sei aus polizeilicher Sicht "ausgesprochen ruhig" gewesen, sagt auch die Polizei in Fulda. "Die Feuerwehr hat aber ordentlich zu tun." Der Grund seien jedoch keine großen Einsätze, sondern viele Hecken-, Mülltonnen- und Altkleidercontainerbrände.
Mehr als 550 Einsätze in Frankfurt
In Frankfurt sind Rettungsdienste und Feuerwehr in der Silvesternacht zu mehr als 550 Einsätzen ausgerückt. Meist waren kleinere Brände der Grund. Die größten Feuerwehreinsätze seien vier Brände auf Balkonen gewesen, teilte die Frankfurter Feuerwehr mit. Ein Übergreifen auf Wohnungen habe aber verhindert werden können.
Angriff auf Einsatzkräfte
Der Rettungsdienst wurde laut Feuerwehr überwiegend wegen chirurgischer Verletzungen sowie medizinischer Notfälle im Zusammenhang mit Alkohol, außerdem wegen hilfloser Personen und Verletzungen durch Pfefferspray gerufen. An einigen wenigen Stellen seien Rettungskräfte angegriffen worden, teilte die Feuerwehr mit. Ein Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes wurde demnach verletzt.
14 Polizisten verletzt
Insgesamt seien 14 Polizisten bei Einsätzen in der Silvesternacht verletzt worden, erklärte Hessens Innenminister Roman Poseck. Acht Beamte waren demnach nicht mehr dienstfähig. Dabei handele es sich aber um eher leichte Verletzungen, wie eine leichte Verbrennung am Ohr, eine Prellung des Fußes, zwei Augenverletzungen durch Funkenschlag, eine Schulterverletzung, ein Schlag ins Gesicht und mehrere Knalltraumata.
Poseck verurteilt Angriffe
“Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte verzichten aufs Feiern, um die Sicherheit anderer zu gewährleisten. Dieser Einsatz verdient Anerkennung und Respekt”, sagte Poseck. Es sei daher völlig unverständlich und inakzeptabel, dass Einsatzkräfte gerade an Silvester immer wieder mit Pyrotechnik beschossen und sogar schwer verletzt werden.
Tötungsdelikt in Wiesbaden
In Wiesbaden liefen die Feiern zum Jahreswechsel ebenfalls überwiegend friedlich ab. "Der ganz normale Wahnsinn", sagte ein Polizeisprecher. Mutmaßlich unabhängig von Silvester kam es nach seinen Worten in der Innenstadt zu einem Tötungsdelikt. Wie der Sprecher sagte, war dabei ein Messer im Spiel. Kurz nach Mitternacht sei ein Streit unter vier Beteiligten ausgebrochen, dabei sei ein Mensch tödlich verletzt worden.
Verletzter und hoher Schaden nach Hausbrand
Am Neujahrsmorgen geriet aus bislang unbekannten Umständen ein Mehrfamilienhaus im mittelhessischen Bad Endbach in Brand. Die Bewohner hätten das Haus zunächst selbstständig verlassen, teilte die Polizei mit. Als ein 26-Jähriger noch einmal in das Gebäude zurückkehrte, habe er sich schwere Verletzungen an den Händen zugezogen. Nach ersten Ermittlungen ging der Mann davon aus, dass sich noch jemand im Haus befand. "Dem war aber glücklicherweise nicht so", ergänzte die Polizei. Es sei ein Sachschaden in Höhe von rund 350.000 Euro entstanden.