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FFH-Umfrage: Kreative Corona-Gastronomie-Konzepte

FFH-Umfrage bei Gastronomen - Kreative Corona-Konzepte für den Winter

Hessens Gastronomen bereiten sich mit speziellen Corona-Konzepten auf die kalten Tage vor, damit die Gäste auch im Herbst und Winter draußen sitzen können. Und wie eine FFH-Umfrage zeigt, gibt es dabei viele kreative Ideen.

Wärmflaschen-Service

Die Lolita-Bar in der Nähe des Kasseler Kulturbahnhofs bietet ab November einen Wärmflaschen-Service an. Fröstelnde Gäste bekommen gegen die Kälte also mit heißem Wasser befüllte Wärmflaschen.

Betreiber der Lolita-Bar erklärt Wärmflaschen-Service

Mini-Glashäuschen

Das Hotel Restaurant Poststuben in Bensheim-Auerbach hat Miniglashäuschen vor das Restaurant gestellt. Dort können bis vier Personen Platz finden. Dadurch sitzt man ausschließlich zusammen mit Familienangehörigen oder Freunden und hat keinen Kontakt zu den anderen Gästen.

FFH-Reporter Felix Breiner im Mini-Glashäuschen in Bensheim

Plexiglas-Scheiben und Lüftungsrüssel

Das Restaurant "Waldgeist - Zur Eisernen Hand" in Taunusstein hat Plexiglasscheiben zwischen allen Tischen aufgebaut und eine große Lüftungsanlage, die mit einem Rüssel über jedem Tisch 99,9 Prozent der Viren und Bakterien direkt aus der Luft saugen soll, heißt es von den Betreibern.

Stehtische statt Sitzplätze

Die Bar MIMA am Fuldaer Gemüsemarkt will draußen Stehtische aufstellen und auf Sitzplätze verzichten, weil diese zu mehr Kälteempfinden beitrügen.

Sascha Beiderlinden: "Das Teil saugt nahezu alles weg"

Restaurant-Leiter vom "Waldgeist zur Eisernen Hand" in Taunusstein

Beheizbare Pavillons

Die Stadt Bad Nauheim schafft beheizbare Pavillons an und stellt sie Gastronomen zur Verfügung. Bürgermeister Klaus Kreß erklärt: "Wenn es nun kälter wird, haben es die Betreiber der Restaurants, Cafés und Bars durch die Corona-Beschränkungen besonders schwer. Hinzu kommt das Bedürfnis von Gästen nach möglichst viel Sicherheit während der Grippezeit." Ob ein Pavillon tatsächlich gestellt werden kann, bedarf laut Stadtverwaltung aber einer Prüfung im Einzelfall und ist unter anderem von Größe und Lage der Außenbewirtungsfläche abhängig.

Auch das Restaurant Alte Schule in Fulda hat einen Pavillon mit Heizstrahlern im Einsatz.

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FFH-Reporter Peter Hartmann berichtet über den "Kiezgarten"

Klassische Heizpilze und Decken

Der Uhlenspiegel in Kassel stellt auf seinem Grundstück Zelte und Heizpilze zur Verfügung. Die Stadt Kassel hatte den Einsatz von Heizpilzen und -strahlern auch für den Herbst und Winter genehmigt und zusätzlich die Sondernutzungsgebühren - zum Beispiel für Stühle und Tische auf Gehwegen - bis Ende Oktober 2021 ausgesetzt.

In Mühlheim am Main stellt beispielsweise die Alte Wagnerei im Biergarten Heizpilze und Decken zur Verfügung.

Städtische Unterstützung

Die Stadt Frankfurt erlaubt Gastronomen, zur Verfügung stehende Flächen großzügig zu nutzen. Außerdem dürfen beispielsweise Windschutzelemente bis Ende April 2021 eingesetzt werden. Auch die Stadt Darmstadt erteilt Sondergenehmigungen. So dürfen Lokale bis März Außenflächen kostenfrei nutzen und Windfänge aufstellen. Zudem sei die Produktion einer "Darmstadt-Decke to go" geplant, die Gäste erweben und mitbringen können.

Die Ratsstube in Dietzenbach bekommt als Partner der Stadt bei Bedarf zusätzliche Räumlichkeiten gestellt. In Dreieich darf das Restaurant Stadtgeflüster in Absprache mit der Stadt Bürgersteige mitbenutzen.

Gemeinschaftliche Verhandlungen

Das Restaurant Riesling im Hindukusch in Wiesbaden betreibt mit drei weiteren Restaurants den Kiezgarten, einen Biergarten auf dem Sedanplatz. Die Betreiber erarbeiten und verhandeln aktuell mit der Stadt ein passendes Winter-Konzept.

FFH-Reporter Robin Eisenmann berichtet aus Taunusstein

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