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Beherbergungsverbot trifft hessische Hotelbranche

Wegen Beherbergungsverbot - Stornierungswelle trifft hessische Hotels

© dpa

Übernachten verboten - gilt für Gäste aus Corona-Hotspots

Das Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Hotspots trifft die Hotelbranche in Hessen hart. Das sagt der Hotel- und Gastronomieverband Dehoga auf Anfrage von HIT RADIO FFH. „Es gab am Wochenende eine richtige Stornierungswelle, das ist ein harter Schlag vor allem für die Geschäfts- und Kongress-Hotellerie“, wie der hessische Dehoga-Hauptgeschäftsführer Julius Wagner im Gespräch mit unserer Reporterin sagt.

Tagungen reihenweise abgesagt

Die Branche habe nach dem Sommer gerade erst Fahrt aufgenommen – nun würden Tagungen und Meetings reihenweise abgesagt. Besonders hart getroffen seien Frankfurt, Wiesbaden, Kassel und Gießen.

Der regionale Tourismus leide ebenfalls, so Wagner. In der Region rund um den Edersee zum Beispiel fehlten nun nicht nur die niederländischen Gäste, sondern auch die aus dem Rhein-Main-Gebiet.

Vier hessische Regionen sind Risikogebiet

Inzwischen gelten vier Regionen in Hessen als Corona-Risikogebiete - Frankfurt, Offenbach, der Main-Taunus-Kreis und der Kreis Groß-Gerau. Die Bewohner der Hotspots dürfen ohne negativen Corona-Test nicht in Hotels und Herbergen übernachten.

Streit über Beherbergungsverbot

Das Beherbergungsverbot gilt in vielen Bundesländern und sorgt zunehmend für Streit: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten warnt vor existenziellen Risiken für die Betriebe, Unions-Politiker stellten die Wirksamkeit der Maßnahme infrage. Der Städte- und Gemeindebund forderte die Politik auf, die getroffenen Beherbergungsregeln zu vereinheitlichen. Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen morgen darüber beraten.

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