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Corona-Warnstufe "Rot" im Kreis Groß-Gerau

Wegen Corona-Warnstufe Rot - Kreis Groß-Gerau verschärft Maßnahmen

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Symbolbild

Das Coronavirus breitet sich auch im Kreis Groß-Gerau mit großer Geschwindigkeit aus. Nun hat der Kreis die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten. Die bestehenden Corona-Maßnahmen werden deshalb bis zum 1. November diesen Jahres verlängert und verschärft. Unter anderem soll nach den Herbstferien die Maskenpflicht ab der fünften Klasse auch im Unterricht gelten.

Maximal 25 Gäste bei privaten Feiern

Die Sieben-Tages-Inzidenz lag zuletzt bei 55,1/100.000 Einwohner (RKI-Zahlen, Stand 13.10., 00:00 Uhr). „Die neue Entwicklung ist in der Tat sehr besorgniserregend“, betonten Landrat Thomas Will und der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer nach einer Sitzung des Verwaltungsstabs. Der Landkreis hatte vor gut zwei Wochen bereits mit einer Allgemeinverfügung auf weiter ansteigende Infektionszahlen reagiert und so zum Beispiel die Zahl der Gäste bei privaten Feiern in Räumen auf 25 begrenzt. Neu ist: Draußen sind jetzt nur noch 50 Gäste statt 100 zugelassen.

Infektionswege nicht mehr leicht zurückzuverfolgen

Private Kontakte im Familien- und Freundeskreis spielten bei den Ansteckungen eine zentrale Rolle, sagte Angela Carstens, die Leiterin des Gesundheitsamts des Kreises Groß-Gerau. Bei den aktuell hohen Fallzahlen werde es immer schwerer, die Infektionswege zurückzuverfolgen, um Infektionsketten zu durchbrechen.

Abstimmung mit anderen Verantwortlichen in Rhein-Main

Der Kreis wolle sich nun eng mit dem Land Hessen und den anderen Kommunen und Kreisen im Rhein-Main-Gebiet über das weitere Vorgehen abstimmen. „Wir leben in enger Nachbarschaft zu den Großstädten Mainz, Wiesbaden und Frankfurt, da muss unser Blick bei der Pandemie-Bekämpfung auch in diese Richtung gehen“, so der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer.

Hilfe von Bundeswehr und Medizinstudenten

Außerdem sollen jetzt Bundeswehr und Medizinstudenten bei der Kontaktpersonennachverfolgung helfen. Die Kreis-Verantwortlichen appellierten an die Bevölkerung, die Pandemie ernst zu nehmen und Vorsichtsmaßnahmen wie die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) zu befolgen. „Es liegt in der Verantwortung aller Bürger und Bürgerinnen, die Weiterverbreitung des Virus zu verlangsamen - wir sollten uns umsichtig verhalten und Situationen mit Infektionsrisiko meiden“, sagte Angela Carstens, die Leiterin des Gesundheitsamts des Kreises Groß-Gerau. Nur so könnten weitere einschränkende Maßnahmen im Lebensalltag jedes Einzelnen vermieden werden.

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