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Frankfurt: Alkohol-Verkaufsverbot ab 23 Uhr

Alkoholverkaufsverbot ab 23 Uhr - Frankfurt weitet Corona-Maßnahmen aus

© dpa

Hessen, Frankfurt/Main: Menschen sitzen im Kettenkarussell vom Herbstmarkt, der trotz der Coronasituation veranstaltet wird.

Angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen in Frankfurt wird die seit der vergangenen Woche geltende Sperrstunde um 23 Uhr bis Ende Oktober verlängert. Das hat der Verwaltungsstab der Stadt beschlossen. Parallel zur Sperrstunde in Bars, Kneipen und Restaurants werde ein generelles Alkoholverkaufsverbot in der Zeit zwischen 23 Uhr und 6 Uhr morgens eingeführt, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) nach der Sitzung des Krisenstabs.

Die Zahl der Neu-Infektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb einer Woche hatte zuletzt bei 70,9 gelegen - ab dem Wert 75 gilt die höchste Warnstufe des Landes Hessen.

Maskenpflicht in der gesamten Innenstadt

Die Stadt weitet auch die Maskenpflicht aus - ab Montag muss im gesamten Innenstadt-Bereich (Anlagenring plus Mainufer Sachsenhausen) eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Bislang musste die Mund-Nase-Bedeckung in Einkaufsstraßen und -passagen getragen werden.

Bei privaten Feiern max. 10 Personen

Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) kündigte an, dass für öffentliche Veranstaltungen eine Höchstgrenze von 100 Teilnehmern gelte - Ausnahmen seien möglich, wenn mit dem Gesundheitsamt ein Hygienekonzept abgestimmt werde. Im öffentlichen Raum werde eine Kontaktbeschränkung auf 10 Personen eingeführt. Auch für private Feiern gelte eine Höchstzahl von 10 Menschen, die aus höchstens zwei Hausständen stammen dürften. Profi-Sportveranstaltungen müssen nun ohne Zuschauer stattfinden.

Die neuen Regelungen gelten vorerst bis Ende Oktober.

OB Feldmann: "Das Virus ist zurück!"

"So viel Vorsicht wie nötig, so viel Freiheit wie möglich – dieser Linie bleiben wir treu. Das Maßnahmenpaket wird nicht allen gefallen. Aber wir dürfen uns die Zahlen nicht schönreden", teilte Oberbürgermeister Peter Feldmann mit. "Das Virus ist zurück, mit voller Wucht!" Die neuen Maßnahmen seien ausgewogen, orientierten sich an der Linie anderer Städte, des Landes und des Bundes, so Feldmann.

Das sind die Maßnahmen der Stadt Frankfurt:

  • Die Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr wird um ein generelles Alkoholverkaufsverbot für den gleichen Zeitraum ergänzt.
  • An den weiterführenden Schulen gilt eine Maskenpflicht im Unterricht, insofern der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann. Beim Schulsport werden weitergehende Einschränkungen geprüft. Nach Möglichkeit soll der Sportunterricht nur kontaktlos und im Freien erfolgen.
  • Profi-Sportveranstaltungen finden ab jetzt ohne Zuschauer statt.
  • Für öffentliche Veranstaltung gilt eine Höchstgrenze von 100 Teilnehmern. Ausnahmen bedürfen weiterhin eines mit dem Gesundheitsamt angestimmten Hygienekonzepts.
  • Im öffentlichen Raum wird eine Kontaktbeschränkung auf zehn Personen eingeführt. Analog gilt für private Feiern eine Höchstzahl von zehn Personen. Findet die Feier im privaten Bereich statt, dürfen diese aus höchstens zwei Hausständen stammen.
  • Bei alle religiösen Feiern gilt künftig eine Maskenpflicht, wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann.
  • Erzieherinnen und Erziehern sind gehalten, im Kontakt untereinander und mit anderen Erwachsenen eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Im Kontakt mit Kindern gilt dies lediglich, wenn es pädagogisch vertretbar ist.
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