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Keine Böllerei an Silvester wegen Corona?

Keine Böllerei an Silvester? - Frankfurt wartet auf Ansage aus Berlin

© dpa

Silvester wird in diesem Jahr möglicherweise ganz leise stattfinden. Zahlreiche Politiker und auch die Polizeigewerkschaft fordern ein bundesweites Böller- und Raketen-Verbot. Auch in Frankfurt tagt dazu schon der Krisenstab.

Oberbürgermeister Feldmann, Gesundheitdezernent Maver und auch der Chef des Gesundheitsamtes Gottschalk würden die Böllerei am liebsten schon jetzt verbieten. Menschenmengen, Alkohol und Feuerwerk - das gehe diesmal nicht, sagen sie unserem FFH-Reporter.

Frankfurt will erstmal keinen Alleingang

Doch noch hält sich die Stadt zurück. Das sei ein heikles Thema, so ein Sprecher. Man warte erst mal ab, was Berlin und auch die Landesregierung dazu sagen.

Ein Alleingang von Frankfurt würde vermutlich vor Gericht enden, denn vielen Menschen ist die Silvesterknallerei heilig, und dann könnte ein Verbot auch wieder gekippt werden. 

Polizei-Gewerkschafter für Böllerverbot 

Auch die Polizei-Gewerkschafter fordern ein Böller-Verbot an Silvester. Zum Feuerwerk gesellten sich rasch Alkohol, Personengruppen und Partystimmung - und das sei nicht angesagt, sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, der "Bild"-Zeitung.

Auch der CSU-Bundestagsabgeordnete Michael Kuffer plädierte bei der "Bild" dafür, Böllerei und Feuerwerk dieses Jahr zu verbieten. Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach sich ebenfalls gegen Böller und Raketen aus. "Am Halloween-Wochenende war es in unseren Party-Hochburgen ganz ruhig", sagte Reul der Zeitung. "Ich wünsche mir, dass das auch Silvester wieder so sein wird." Entscheiden müssten aber die Kommunen.

In Berlin hatten die Grünen mit Blick auf die Infektionslage gefordert, an Silvester neben großen Partys auch das Feuerwerk zu verbieten. Deutschland solle damit dem Vorbild der Niederlande folgen, hieß es.

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