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Antrag auf "Novemberhilfen" ab sofort möglich

Für Firmen im Teil-Lockdown - Antrag auf Novemberhilfe ab jetzt möglich

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Symbolbild

Geschlossene Restaurants, leere Innenstädte, Kultur auf Sparflamme wegen der Corona-Pandemie: Unternehmen im Teil-Lockdown und Selbstständige können ab sofort die sogenannten Novemberhilfen des Bundes online beantragen.

Der Plan ist, dass die Betroffenen drei Viertel ihrer Einnahmen vom November 2019 erhalten. Für Betriebe, die danach gegründet wurden, gibt es eine Ausnahmeregelung.

Abschlagszahlungen ab Ende November

Erste Gelder sollen ab Ende November gewährt werden, und zwar in Form von Abschlagszahlungen - das ist ein Vorschuss auf spätere Zahlungen ohne eine tiefergehende Prüfung. Konkret sollen Unternehmen einen Abschlag in Höhe von bis zu 50 Prozent ihrer beantragten Summe erhalten, maximal 10.000 Euro. Betroffene können in ihrem Antrag auf die Novemberhilfe angeben, ob sie eine Abschlagszahlung wollen.

Wer kann die Hilfen beantragen?

Die Bundesregierung hat Zuschüsse etwa für Gastronomiebetriebe sowie Solo-Selbstständige, wie Künstler, zugesagt, die seit Anfang November vom Teil-Lockdown betroffen sind.

Konkret betrifft das: 

Alle Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die wegen des Teil-Lockdowns den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Darunter fallen beispielsweise Gastronomiebetriebe, Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungsstätten. Aber auch Unternehmen, die indirekt betroffen sind, können Novemberhilfe beantragen, zum Beispiel Wäschereien, die überwiegend für Hotels arbeiten. Alle Infos dazu findet ihr hier.

Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des entsprechenden Umsatzes im November 2019 gewährt, tageweise anteilig für die Dauer des Corona-bedingten Lockdowns. Soloselbstständige können alternativ auch ihren durchschnittlichen Monatsumsatz vom vergangenen Jahr für die Berechnung der Hilfen zugrunde legen, wenn sie saisonal bedingt im November 2019 weniger als in den anderen Monaten verdient haben. 

Für eine Verlängerung des Teil-Lockdowns bis zum 20. Dezember sind erneut Finanzhilfen geplant - und zwar im Umfang von voraussichtlich 17 Milliarden Euro.

Wir komme ich an mein Geld?

Beantragen können Unternehmen und Selbstständige die Hilfen hier. Der Antrag muss elektronisch durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwalt gestellt werden - damit soll Missbrauch vorgebeugt werden. Soloselbstständige sind bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt. Die Anträge auf Novemberhilfe können bis zum 31. Januar 2021 gestellt werden.

Kann ich Hilfe beantragen, wenn ich keine oder kaum betriebliche Fixkosten habe?

Genau das war für viele Künstler bei den Hilfen bisher das Problem. Mit der sogenannten "Neustarthilfe für Soloselbstständige" will die Bundesregierung Soloselbstständige unterstützen, die oft keine Betriebskosten geltend machen konnten.

Sie erhalten eine Sonderunterstützung von einmalig bis zu 5.000 Euro. Das soll gerade Selbständigen aus der Kultur- und Veranstaltungsbranche helfen, die von den Auftrittsbeschränkungen besonders gebeutelt sind. Allerdings kann die Neustarthilfe voraussichtlich erst im neuen Jahr beantragt werden. 

Fra­gen und Ant­wor­ten zur No­vem­ber­hil­fe und zur Neu­start­hil­fe für So­lo­selbst­stän­di­ge gibt es hier. 

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