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Massenandrang in Wintersport-Orten ausgeblieben

Weniger Chaos, aber teils voll - Wintersport-Orte sperren Besucher aus

An diesem Wochenende gab es deutlich weniger Chaos als zuletzt in den hessischen Wintersport-Orten.Aber auch diesmal waren laut Polizei viele Parkplätze proppevoll. Zum Beispiel im Bereich der Hohen Wurzel bei Wiesbaden und am Feldberg im Taunus.

Schon in den frühen Morgenstunden gab es fast keine freien Parkplätze mehr. Ein hohes, aber kein chaotisches Besucheraufkommen, sagte mir die Polizei.

Mehrere Bußgelder verhängt

Einige Ausflügler parkten dennoch illegal auf Feld- und Waldwegen. Im Hochtaunus- und Rheingau-Taunus-Kreis zählten die Ordnungskräfte über 300 Parkverstöße. Die Fahrzeug-Halter bekommen ein saftiges Bußgeld, so die Polizei. An die Corona- Regeln hielten sich hingegen fast alle.

Ruhige Lage in Osthessen

"Es ist alles ganz ruhig, mit verhältnismäßig wenigen Besuchern bei tollem Wetter", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen über die Situation an der Wasserkuppe am Nachmittag. Im Vogelsberg sei der Andrang etwas größer gewesen, bereits am Vormittag teilte die Polizei über Twitter mit, dass die Parkplätze rund um den Hoherodskopf ausgeschöpft seien. "Die Parkplätze sind voll, aber auch hier gab es kein Chaos", sagte der Sprecher.

Rettung von Verletzter durch Falschparker verzögert

Viele Menschen schien es in den Rheingau zu ziehen. "Dort gab es mehrere Bereiche in denen es eine starke Zufahrt gab", teilte ein Polizeisprecher mit. "Leute haben teilweise Sperrungen weggeräumt und sich mit dem Auto festgefahren." Die Polizei Westhessen berichtete am Abend von vielen Ausflüglern und Autofahrern, die rücksichtslos Feldwege zugeparkt hätten. Deshalb habe sich etwa bei Wiesbaden die Rettungsaktion einer auf vereistem Untergrund gestürzten 82-Jährigen verzögert.

Ruhig wie nie in Willingen

Im nordhessischen Willingen war es so ruhig wie noch nie im Winter. Dort gab es übers Wochenende auch ein Betretungsverbot für die Ski-Pisten und Rodelhänge. Polizei und Ordnungsamt waren vor Ort und haben die Zufahrtsstraßen stark kontrolliert. Das Konzept ging auf, hat Jörg Wilke, Sprecher des Skigebiets unserer Reporterin gesagt. Es war durchweg friedlich und ruhig. Ein Grund dafür könnte sein, dass es auch in den tieferen Lagen geschneit hatte - somit hatten die Menschen Alternativen. 

Volle Parkplätze am Hohen Gras

In Kassel waren am frühen Samstagnachmittag die Parkplätze am Ausflugsziel Hohes Gras bereits voll. Die Zufahrtswege seien gesperrt, berichtete die Polizei über Twitter. Betretungsverbote, gesperrte Zufahrtsstraßen und verstärkte Kontrollen sollten einen Massenandrang auf die hessischen Wintersportgebiete verhindern. Bereits an den vergangenen Tagen war appelliert worden, touristische Ausflugsziele angesichts der Corona-Pandemie zu meiden.

FFH-Reporter Marius Franke an der Wasserkuppe

FFH-Reporter Frank Piroth am Großen Feldberg

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