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Schulstart: Fast 60.000 Kinder in der Schule

Corona bremst Schulstart aus - Fast 60.000 Kinder lernten in der Schule

© dpa

Der Corona-Lockdown geht in die Verlängerung und das bedeutet für Schüler in Hessen, dass der Unterricht im Klassenzimmer wegen der Pandemie bis Ende Januar weitgehend weg fällt. Nach den Angaben des Kultusministeriums lernte am ersten Tag nach den Schulferien ein Großteil der Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 von zuhause aus.

Der Anteil der Kinder, die am Montag vor Ort in der Schule waren, habe je nach Schulamtsregion zwischen 14 und 25 Prozent gelegen, teilte das Kultusministerium in Wiesbaden mit.

Fast 60.000 Kinder in der Schule

Hessenweit waren es demnach fast 60.000 Kinder die in die Schulen gegangen sind - vergleichsweise viele davon zum Beispiel im Kreis Marburg-Biedenkopf oder in Frankfurt. 

Ansturm auf Lernplattform

Die Lernplattform "Schulportal Hessen" verzeichnete einen enormen Ansturm: Laut Auswertung lag der Höchststand um etwa 09.00 Uhr bei knapp 100.000 Nutzern, die gleichzeitig zugegriffen hätten, so das Ministerium. "Uns haben nur vereinzelt Rückmeldungen erreicht, dass es heute Morgen zur "Rush-Hour" bei der Anmeldung ein wenig länger als üblich gedauert hat", erklärte ein Sprecher.

Ab Klasse 7 wird zu Hause gelernt

Nach dem Beschluss des Corona-Kabinetts der Landesregierung müssen die Kinder der Klassen 1 bis 6 bis zum 31. Januar zum Lernen nicht an die Schulen kommen. Die Präsenzpflicht wird für diese Schüler ausgesetzt. Ab Klasse 7 wird mit Ausnahme von Abschlussklassen grundsätzlich Distanzunterricht in den nächsten drei Wochen angeboten.

Feste Lerngruppen in der Schule

Für jüngere Schüler ist der Gang zur Schule möglich, wenn Eltern arbeiten gehen müssen und sich nicht zu Hause um sie kümmern können. Die Kinder würden dann in der Schule in festen Lerngruppen unterrichtet, hatte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) erklärt.

Chaos befürchtet

Lehrerverbände hatten vor einem Chaos gewarnt, weil völlig offen sei, wie viele Kinder in der ersten Woche nach den Weihnachtsferien in die Schule geschickt werden.

Im Kreis Fulda dürfen auch Abschlussklassen zu Hause bleiben

Der Landkreis Fulda, der mit 346 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage am Montag die hessenweit höchste Inzidenz aufwies, hatte derweil auf Empfehlung des Gesundheitsamtes den Schulen die Möglichkeit eingeräumt, für die Abschlussklassen bis diesen Freitag (15. Januar) zunächst auf Distanzunterricht auszuweichen.

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