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Trotz Corona-Krise: Hessen weiter in Spendenlaune

Trotz Corona-Krise - Hessen bleiben in Spendenlaune

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Symbolbild

Die große Spendenbereitschaft der Hessen hat sich entgegen anderslautenden Befürchtungen auch in der Weihnachtszeit fortgesetzt.

"Einzelne DRK-Kreisverbände verzeichneten ähnliche Spendeneingänge wie in den vorherigen Vorweihnachtswochen, andere erhielten deutlich mehr Zuwendungen als in den Jahren zuvor", sagte Gisela Prellwitz, Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Hessen. Auch Tierschutzvereine melden gleichbleibende oder steigende Spenden, die Diakonie einen sehr starken Anstieg.

Spenden-Rückgang blieb aus

Vor der Weihnachtszeit hatten einige Verbände befürchtet, dass viele Spender wegen der Corona-Pandemie Zahlungen vorgezogen hätten und es zum Jahresende einen Rückgang geben werde.

Diakonie Hessen erhält das 20-fache an Spenden

Die Diakonie Hessen blickt dank öffentlichkeitswirksamer Aktionen auf ein außergewöhnliches Jahr zurück. "Wir haben im vergangenen Jahr mindestens das 20-fache an Spenden bekommen", sagt Bernd Kreh, Abteilungsleitung für Förderwesen, Fundraising und Stiftungen. Rechne man Sachspenden ein, liege man über einer Millionen Euro. Dabei sei es vor allem die Kooperation mit dem Fußballverein Eintracht Frankfurt gewesen, die zu Beginn der Pandemie massiv Spenden für durch Corona in Not Geratene gebracht habe.

Tierschutzvereine positiv optimistisch

Die Tierschutzvereine hatten 2020 finanziell stark unter der Corona-Pandemie gelitten. Weil Veranstaltungen, beispielsweise Feste, nicht möglich waren, brachen viele Spenden weg. Außerdem konnten sich viele Hessen wegen Lockdown und Reisebeschränkungen durchgehend um ihre Haustiere kümmern. Die sonst schnell ausgebuchten Plätze in Tierheimen für Pensionstiere seien daher weniger genutzt worden. Auch sie sind eine wichtige Einnahmequelle . Doch laut dem Landestierschutzverband Hessen macht eine erste Umfrage Hoffnung: "Die Vereine, die sich zurückgemeldet haben, berichten von gleichbleibenden und zum Teil höheren Spendenaufkommen in der Weihnachtszeit", sagte Sprecherin Sigrid Faust-Schmidt.

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