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Nur halb so viel Umsatz im hessischen Gastgewerbe

Nur halb so viel Umsatz - Hessisches Gastgewerbe verliert viel Geld

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Das hessische Gastgewerbe hat unter der Corona-Pandemie bisher stark gelitten: Die Umsätze sind um knapp die Hälfte eingebrochen.

Wie das Statistische Landesamt mitteilt waren es 2020 Umsatzeinbußen in Höhe von 46,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Negativrekord im April

Während die Umsätze im Januar und Februar 2020 vergleichsweise nur leicht unterhalb der jeweiligen Werte von Januar und Februar 2019 lagen, brachen sie zu Beginn des ersten coronabedingten Lockdowns im März um fast die Hälfte (47,1 Prozent) ein. In den Folgemonaten bewegten sich die Umsatzrückgänge stets im hohen zweistelligen Bereich, wobei der Negativ-Rekord mit einem Minus von 77,6 Prozent im April zu verzeichnen war. Im Dezember sanken die preisbereinigten Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat um mehr als zwei Drittel (minus 68,7 Prozent).

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Vor allem weniger Getränke belasten Gastronomie

Insgesamt meldete die hessische Gastronomie im Jahr 2020 preisbereinigt ein Umsatz-Minus in Höhe von 41,6 Prozent. Den stärksten Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete die Gastronomie im April mit 73,2 Prozent.

Zum Jahreswechsel im Dezember 2020 ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 65,1 Prozent zurück. Am stärksten sanken die Umsätze im Bereich des Ausschanks von Getränken: Sie brachen um 87,1 Prozent ein. Restaurants, Gaststätten und Imbissstuben verzeichneten im Dezember 2020 gegenüber Dezember 2019 einen Rückgang der preisbereinigten Umsätze in Höhe von 68,2 Prozent.

Geschlossene Hotels, Gasthäuser und Ferienwohnungen

Im Bereich der Beherbergung sanken die preisbereinigten Umsätze im gesamten Jahr 2020 um mehr als die Hälfte (54,7 Prozent). Auch hier war der Tiefpunkt im Vergleich zum Vorjahresmonat mit einem Rückgang von 85,5 Prozent im April.

Im Dezember 2020 sanken die Umsätze im Vergleich zum Dezember 2019 um mehr als drei Viertel (76,4 Prozent). Hotels, Gasthöfe und Pensionen verzeichneten mit einem Minus in Höhe von 77,1 Prozent den stärksten Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch Ferienunterkünfte und andere Beherbergungsstätten verbuchten deutlich geringere Umsätze (minus 65,5 Prozent).

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