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Bouffier: Corona-Gipfel diese Woche denkbar

Corona-Gipfel noch diese Woche? - Bouffier hat mit Vorziehen kein Problem

© dpa

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier zeigt sich offen, die anstehende Bund-Länder-Konferenz über das Vorgehen in der Corona-Pandemie vorzuziehen. Das hatte sein NRW-Amtskollege Armin Laschet am Ostermontag gefordert - angesichts der dritten Corona-Welle.

"Ich wäre bereit, die Ministerpräsidentenkonferenz vorzuziehen", sagte Bouffier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Sie müsste dann aber als Präsenzveranstaltung stattfinden. Ziel muss eine Verständigung der Länder sein." Die Ministerpräsidentenkonferenz vorzuziehen mache auch deshalb Sinn, weil in den meisten Ländern am nächsten Montag die Schule wieder beginnt, so Bouffier. Es wäre daher richtig, wenn man sich vorher bundesweit verständigt. Ziel müsse es sein, "die Zahl drastisch runterzufahren und damit eine Brücke zu bauen, um anschließend wieder von Öffnungen reden zu können", erklärte Bouffier. 

Bund und Länder hatten sich ursprünglich auf kommenden Montag verständigt

Laschet hatte vorgeschlagen, im Kampf gegen die dritte Corona-Welle schon in den nächsten Tagen einen schnellen und harten "Brücken-Lockdown" zu beschließen. Die für den 12. April geplante Runde von Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten sollte daher vorgezogen werden. "Wir dürfen nicht wieder eine Ministerpräsidentenkonferenz erleben wie beim letzten Mal. Mit stundenlangen Diskussionen, mit stundenlangen Auszeiten."

Laschet will weniger Kontakte, und mehr Homeoffice

Gebraucht würden weniger private Kontakte, sagte Laschet mit Blick auf seine Forderung nach einem "Brücken-Lockdown". Das könnten auch Ausgangsbeschränkungen in den Abend- und Nachtstunden bedeuten. Diese seien ein effektives Mittel, um Kontakte im privaten Raum zu reduzieren. Zudem müsse man sich auf das Notwendige bei Kitas- und Schulen fokussieren - bei gleichzeitiger Absicherung durch flächendeckende und eng getaktete Tests.

Mehr müsse zudem im Bereich Homeoffice getan werden. "Es sind immer noch viel zu viele Menschen in Bewegung zum Arbeitsplatz", sagte Laschet. In den zwei bis drei Wochen des Lockdowns müsse die Homeoffice-Offensive der Wirtschaft nochmals vorankommen. Dazu werde die Bundesregierung diese Woche nochmals mit den Wirtschaftsverbänden auch über Testungen sprechen. Es müsse zudem bei der Schließung der Gastronomie bleiben, außerdem müsse es im gesamten Freizeitbereich nochmals eine Reduzierung geben.

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