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Terrorverdacht nach Messerattacke bei Paris

Tödliche Messerattacke - Terrorverdacht bei Paris

© dpa

Symbolbild

Nach einer tödlichen Messerattacke auf einer Polizeiwache in Rambouillet bei Paris hat die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Dabei gehe es unter anderem um den Vorwurf des Mordes in Verbindung mit einem terroristischen Vorhaben, bestätigte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Polizeimitarbeiterin erstochen

Eine Mitarbeiterin der Polizei war am frühen Freitagnachmittag von einem Angreifer mit einem Messer getötet worden. "Die Republik hat gerade eine ihrer Alltagsheldinnen verloren - bei einer barbarischen und unendlich feigen Tat", schrieb Premierminister Jean Castex auf Twitter. Er traf am Nachmittag am Tatort ein. Medien zufolge wurde der Angreifer von Polizisten angeschossen und starb an seinen Verletzungen. Bei dem Tatverdächtigen soll es sich um einen 36-jährigen Mann aus Tunesien handeln, der der Polizei vorher nicht bekannt gewesen sei.

Angriff in der Nähe von Paris

Der Angriff ereignete sich in der Gemeinde Rambouillet gut 60 Kilometer von Paris entfernt am frühen Nachmittag. Die Stadt mit ihren rund 26 000 Einwohnern gilt als friedlich. Die Gemeinde liegt im Südwesten der Hauptstadt. Die Zeitung "Le Parisien" berichtete, dass die Frau beim Betreten des Kommissariats von dem Angreifer überrascht worden sei. Sie sei am Hals verletzt worden und noch am Tatort gestorben. Die Frau war Berichten zufolge etwa 49 Jahre alt. Sie hatte in der Verwaltung der Polizeistation gearbeitet. 

IS bekennt sich zur Tat

Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich. Frankreichs Mitte-Regierung will mit einem neuen Sicherheitsgesetz mehr Schutz für die Ordnungskräfte im Land bieten. Frankreich wird seit Jahren von islamistischen Anschlägen erschüttert - dabei starben mehr als 250 Menschen.

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