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Gewalt bei linker Mai-Demo in Frankfurt

Demo-Hotspot Frankfurt - Festnahmen und Gewalt bei linker Mai-Demo

Bei einer Mai-Demonstration linker Gruppen in Frankfurt hat die Polizei am Samstagabend Schlagstöcke eingesetzt.

Aus dem Demonstrationszug seien Feuerwerkskörper und Nebeltöpfe geworfen worden, berichtete ein Polizeisprecher. Auch seien Beamte angegriffen worden. Es habe daher Festnahmen gegeben. Die Polizei setzte auch Wasserwerfer ein. 

Rund 3.000 Teilnehmer

Die Polizei sprach von mindestens 3.000 Menschen, die sich zu einem "Tag der Wut" zunächst auf dem Opernplatz versammelt hatten und dann durch das Bahnhofsviertel zogen. Laut Augenzeugen waren nahezu alle Teilnehmenden vermummt und gleichzeitig bemüht, die Corona-Regeln einzuhalten. Im Internet war auch zum "revolutionären 1. Mai" aufgerufen worden. Die Veranstalter hatten den Behörden ursprünglich rund 500 Teilnehmer angekündigt.

Bereits am Mittag Kundgebungen des DGB

Bei zahlreichen Mai-Kundgebungen in ganz Hessen haben Tausende Menschen für gerechte Löhne und die solidarische Bewältigung der Corona-Krise demonstriert.

Allein in Frankfurt kamen laut Polizei mehr als 3.000 Teilnehmer zur Kundgebung am Opernplatz zusammen. Nahezu alle hätten Mund-Nasen-Schutz getragen und sehr auf Abstände geachtet, sagte ein Polizeisprecher.

Für den gesamten Bezirk Hessen-Thüringen berichtete der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) von 36 Veranstaltungen, darunter in Kassel, Hanau, Fulda und Offenbach. Am Nachmittag gab es dann noch eine bundesweite Online-Veranstaltung.

DGB-Chef verlangt Abschaffung geringfügiger und befristeter Arbeitsverhältnisse

Hessens DGB-Chef Michael Rudolph verlangte in seiner Rede unter anderem ein höheres Kurzarbeitergeld von mindestens 1200 Euro sowie die Abschaffung geringfügiger und befristeter Arbeitsverhältnisse. Von der schwarz-grünen Landesregierung forderte der Gewerkschafter ein Konzept, die hessische Industrie sozial und ökologisch nachhaltig zu verändern und Beschäftigung zu sichern. Die IG Metall setzte sich für eine Angleichung der Tarifbedingungen in Ost und West sowie für mehr Ausbildungsaktivitäten ein.

Fahrrad-Sternfahrt durch die Innenstadt

Am Sonntag ist noch eine Fahrradsternfahrt mit tausenden Teilnehmern geplant - auch das dürfte die Innenstadt den Tag über lahmlegen. 

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