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Pleitewelle droht durch altes Insolvenzrecht

Pleitewelle droht - Altes Insolvenzrecht gilt wieder

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Symbolbild

Nach 14 Monaten Corona-Pandemie droht jetzt eine Pleitewelle.

Denn Firmen müssen nun wieder Insolvenz beantragen, wenn sie zahlungsunfähig oder überschuldet sind. Die Ausnahme-Regelung für Lockdown-geschädigte Unternehmen ist Ende April ausgelaufen.

Al-Wazir: "Ich hoffe, dass möglichst wenige dadurch negativ betroffen werden"

Hessens Wirtschaftsminister Al-Wazir sagte im FFH-Gespräch, es sei sinnvoll, jetzt wieder zum alten Insolvenz-Recht zurückzukehren. Er hoffe aber, dass möglichst wenige dadurch negativ betroffen werden.

Al-Wazir: "Hoffe, dass davon möglichst wenige betroffen werden."

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir.

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Verbände fordern Insolvenzschutz-Verlängerung

Von der Pandemie stark betroffene Branchen setzen sich weiter für eine Verlängerung des Insolvenzschutzes ein: unter anderem der Deutsche Reiseverband und der Handelsverband HDE. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) befürchtet, dass jedes fünfte Hotel in den nächsten Monaten pleite sein wird, sollte der Staat jetzt nicht weiterhelfen. Die Betriebe seien gesund und ohne eigene Schuld in die Schieflage geraten - teils sind immer noch nicht vollständig die staatlichen Hilfen geflossen, sagte Dehoga-Geschäftsführer Julius Wagner zu FFH.

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