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Papst lehnt Rücktritt von Kardinal Marx ab

Papst lehnt Rücktritt ab - Kardinal Marx bleibt weiter im Amt

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Der Papst hat den Rücktritt von Kardinal Marx abgelehnt.

Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, ist von der schnellen Antwort des Papstes auf sein Rücktrittsgesuch überrascht worden. "Ich habe nicht damit gerechnet, dass er so schnell reagieren würde und auch seine Entscheidung, dass ich meinen Dienst als Erzbischof von München und Freising weiter fortführen soll, habe ich so nicht erwartet", hieß es in einer Stellungnahme, die das Erzbistum verbreitete.

"Im Gehorsam akzeptiere ich seine Entscheidung, so wie ich es ihm versprochen habe." Er empfinde die Entscheidung des Papstes allerdings "als große Herausforderung", sagte Marx, der wegen des Missbrauchsskandals in der Kirche zurücktreten wollte, laut Mitteilung. "Danach einfach wieder zur Tagesordnung überzugehen, kann nicht der Weg für mich und auch nicht für das Erzbistum sein."

Welche neuen Wege gibt es?

Die Entscheidung bedeute für ihn, "zu überlegen, welche neuen Wege wir gehen können - auch angesichts einer Geschichte des vielfältigen Versagens -, um das Evangelium zu verkünden und zu bezeugen", sagte Marx. Der Papst greife in seinem Brief "vieles auf, was ich in meinem Brief an ihn benannt habe, und gibt uns wichtige Impulse".

Perspektive der Betroffenen stärker einbeziehen

Außerdem bleibe er dabei, was er in seiner persönlichen Erklärung zu seinem Rücktrittsersuchen gesagt habe: "dass ich persönlich Verantwortung tragen muss und auch eine "institutionelle Verantwortung" habe, gerade angesichts der Betroffenen, deren Perspektive noch stärker einbezogen werden muss".

Papst Franziskus hatte den Rücktritt von Kardinal Marx überraschend schnell abgelehnt. "Mach weiter, so wie Du es vorschlägst, aber als Erzbischof von München und Freising", schrieb das Oberhaupt der katholischen Kirche in einem Brief an Marx, den der Heilige Stuhl veröffentlichte.

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