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Würzburger Messerstecher kommt in Psychiatrie

Womöglich schuldunfähig - Würzburger Messerstecher in Psychiatrie

© dpa

Symbolbild

Der Messerstecher von Würzburg soll in einer Psychiatrie untergebracht werden. Das hat der Haftrichter heute entschieden. 

Mann womöglich schuldunfähig 

Der Messerstecher von Würzburg war bei seiner Attacke auf Passanten nach bisheriger psychiatrischer Einschätzung womöglich schuldunfähig. Ob religiöse Überzeugungen des Flüchtlings aus Somalia bei der Tat am 25. Juni eine Rolle gespielt haben, sei noch unklar, teilten das Bayerische Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft München mit. Drogen oder Alkohol hatte der Mann laut toxikologischem Gutachten nicht zu sich genommen.

Keine extremistischen Anhaltspunkte 

Auf den beiden Handys des 24-Jährigen seien weder Hinweise auf Propagandamaterial oder sonstige extremistische Inhalte noch Anhaltspunkte für mögliche Mittäter oder Mitwisser gefunden worden. "Papierzettel, die kurz nach der Tat am Tatort gefunden wurden, entpuppten sich als unverdächtig und stehen in keinem Zusammenhang mit der Tat oder dem Tatverdächtigen", hieß es.

Haftrichter ordnet Psychiatrie an 

Der Mann wurde heute erneut einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Würzburg vorgeführt, der die Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung anordnete. Bislang saß der Somalier in U-Haft in einem Gefängnis in Würzburg. 

Daniel Granitzny

Reporter
Daniel Granitzny

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