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Mehr als 50 Prozent des Stroms durch Kohle

Windarmes Frühjahr - Wieder mehr Strom durch Kohlekraftwerke

© dpa

Mehr als die Hälfte des erzeugten Stroms in Deutschland kommt noch immer aus Kohlekraftwerken.

Damit löst Kohle im ersten Halbjahr die Windkraft als wichtigste Energie-Quelle in Deutschland ab. Das geht aus Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hervor.

Insgesamt sei demnach die Menge des erzeugten Stroms aus Kohle, Erdgas oder Kernenergie um gut ein Fünftel gestiegen - im Vergleich zum Vorjahr.

Erneuerbare Energien auf 44 Prozent gesunken

Der Anteil erneuerbarer Energien wie Wind, Solarenergie und Biogas sank dagegen zum Vorjahreszeitraum um 11,7 Prozent auf 44 Prozent. Wegen des windarmen Frühjahrs sei der Anteil der Windenergie gesunken, erklärten die Statistiker.

Kohlekraftwerke müssen windarmes Frühjahr ausgleichen

Gefüllt wurde die Lücke nach Angaben des Bundesamtes vor allem durch eine höhere Stromerzeugung aus Kohlekraftwerken, die wegen ihrer Klimaschädlichkeit politisch umstritten sind. Laut bisheriger Gesetzeslage soll Deutschland spätestens 2038 ganz auf die Kohlekraft verzichten.


Nach Kohle und Windkraft war Erdgas im ersten Halbjahr des laufenden Jahres mit einem Anteil von 14,4 Prozent kurz vor der Kernenergie (12,4 Prozent) der drittwichtigste Energieträger für die Stromproduktion in Deutschland.

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