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Falschfahrer löste Horror-Crash auf A5 aus

A5-Horror-Crash bei Friedberg - Zwei 19-Jährige sind außer Lebensgefahr

© Mahnke

Nach dem Horrorunfall auf der A5 bei Friedberg sind zwei 19-Jährige außer Lebensgefahr.

Das hat die Polizei jetzt auf FFH-Nachfrage mitgeteilt. "Der Mann und die Frau liegen aber weiterhin mit schwersten Verletzungen im Krankenhaus", sagt ein Sprecher. Bei dem Frontal-Crash waren sie zusammen mit zwei gleichaltrigen Freunden im Auto, die den Unfall nicht überlebten.

Falschfahrer verursachte Unfall

Die Ermittler sind sich sicher: Ein Falschfahrer hat den schweren Unfall mit vier Toten auf der A5 bei Friedberg in der Wetterau verursacht. Er und drei weitere Menschen sterben. Wichtige Fragen sind allerdings noch offen.

Ein 33-Jähriger aus dem Landkreis Gießen sei am frühen Sonntagmorgen in falscher Fahrtrichtung auf der Autobahn unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit. Zwischen der Auffahrt Friedberg und der Raststätte Wetterau kam es demnach zunächst zum frontalen Zusammenstoß mit einem Auto, das regulär Richtung Kassel fuhr und in dem vier junge Menschen saßen. Zwei der Insassen, eine 18 Jahre alte Frau und ein 19-jähriger Mann, kamen dabei ums Leben. 

Unklar, was den Falschfahrer bewog

Der mutmaßliche Falschfahrer starb später in einer Frankfurter Klinik. Warum er die falsche Seite der Autobahn benutzte, ist immer noch unklar.

In den Unfall wurden anschließend zwei weitere Autos verwickelt. Für den 68-jährigen Fahrer eines der beiden Wagen kam ebenfalls jede Hilfe zu spät. Der 52-jährige Fahrer des andere Pkw wurde leicht verletzt.

Ersthelfer werden von Kriseninterventionsteam betreut

Den Helfern vor Ort bot sich ein schlimmer Anblick: Die Unfallstelle erstreckte sich über mehrere hundert Meter. Die Polizei spricht den Ersthelfern Dank aus. Sie werden nun von einem Kriseninterventionsteam betreut. 

Polizeisprecher Guido Rehr bedankt sich bei den Ersthelfern

Polizeisprecher Rehr sagt im FFH-Gespräch, dass sich ein Kriseninterventionsteam um die Ersthelfer kümmert.

Retter erschüttert

Auch die Retter zeigten sich erschüttert. "Die Fahrzeuge sind zum Teil auseinandergerissen, und der Motorblock liegt auf der Fahrbahn", sagte eine Polizeisprecherin. "Es ist ein Trümmerfeld." Experten der Straßenmeisterei mussten Benzin, Diesel, Motoröl und Kühlflüssigkeit binden und abtragen. Die Unfallstelle erstreckte sich über mehrere Hundert Meter. Erst nach Stunden konnte die Sperrung auf der A5 in Richtung Norden zwischen der Anschlussstelle Friedberg und Ober-Mörlen aufgehoben werden. 

Anne Schmidt

Reporterin
Anne Schmidt

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