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SPD stärkste Kraft in Hessen

Bundestagswahlergebnis - SPD stärkste Kraft in Hessen

Am Tag nach der Wahl werden die ersten Plakate abgebaut

Das endgültige Ergebnis der Bundestagswahl in Hessen hat nur leichte Veränderungen zum vorläufigen Ergebnis ergeben.

Zwölf der insgesamt 23 Parteien hätten etwas mehr Zweitstimmen erhalten, teilte Landeswahlleiter Wilhelm Kanther in Wiesbaden mit. Die Abweichungen werden aber aller Wahrscheinlichkeit nach keine Auswirkungen auf die Sitzverteilung im Bundestag haben.

SPD stärkste Kraft vor der CDU

Nach dem amtlichen Endergebnis steht demnach fest, dass bei der Bundestagswahl am 27. September in Hessen die SPD stärkste Kraft vor der CDU geworden ist. Die Sozialdemokraten erreichten 27,6 Prozent der Stimmen. Das entspricht einem Plus von 4,1 Prozentpunkten gegenüber dem Ergebnis von vor vier Jahren. Die CDU kam auf 22,8 Prozent (minus 8,1 Punkte).

Grüne drittstärkste Kraft

Die Grünen wurden nach Angaben des Landeswahlausschusses drittstärkste Kraft mit 15,8 Prozent (plus 6,1). Die FDP landet bei 12,8 Prozent (plus 1,3), die AfD kommt auf 8,8 Prozent (minus 3,1) und die Linke auf 4,3 Prozent (minus 3,8).

Wahlbeteiligung leicht geringer

Die Wahlbeteiligung lag bei 76,2 Prozent nach 77 Prozent bei der Abstimmung im Jahr 2017. Der Anteil der Briefwählerinnen und -wähler erhöhte sich von 26,8 auf 51,4 Prozent.

Die Ergebnisse der Bundestagswahl in Hessen

Neuer Bundestag mit 50 Abgeordneten aus Hessen

Im neuen Deutschen Bundestag werden nach dem vorläufigen Ergebnis der Wahl 50 Abgeordnete aus Hessen sitzen. Die SPD kommt nach Angaben des Bundeswahlleiters auf 15 Abgeordnete, darunter 14 per Direktmandat. Die CDU wird mit 12 Parlamentariern in Berlin vertreten sein.

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Sieben Direktmandate für die CDU

Sieben CDU-Kandidaten holten in ihrem Wahlkreis das Direktmandat. Fünf Abgeordnete rücken über die Landesliste in den Bundestag ein, dazu zählen auch der hessische CDU-Spitzenkandidat und Kanzleramtschef Helge Braun. Der hatte seinen Wahlkreis in Gießen verloren. Nach dem vorläufigen Endergebnis erhielt der Kanzleramtschef 29,6 Prozent der Erststimmen und unterlag damit knapp seinem SPD-Kontrahenten Felix Döring, der auf 30,4 Prozent kam. 

Nouripour holt erstes Direktmandat für Grüne in Hessen

Als erster Grünen-Politiker in Hessen hat Omid Nouripour bei einer Bundestagswahl ein Direktmandat für seine Partei geholt. Der 46-Jährige setzte sich bei der Abstimmung am Sonntag im Wahlkreis Frankfurt am Main II gegen alle anderen Kandidaten durch, wie aus dem vorläufigen amtlichen Endergebnis hervorgeht. Die Grünen werden neun Abgeordnete aus Hessen für den Bundestag stellen.

Auch Wissler bekommt ein Abgeordnetenmandat

Die FDP kommt auf sieben, die AfD auf fünf und die Linke auf zwei hessische Abgeordnete im neu gewählten Bundestag. Allesamt ziehen sie über die Landeslisten ihrer Parteien ein. Auch die Linke-Spitzenkandidatin auf Bundesebene, Janine Wissler, hat ein Abgeordnetenmandat bekommen. Zwar schaffte die Linke bundesweit nicht den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde, profitiert aber davon, dass sie drei Direktmandate gewann und damit trotzdem in Fraktionsstärke in den Bundestag einziehen kann.

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