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Ahrtal: Situation in Tierheim hat sich entspannt

Nach Flutkatastrophe im Ahrtal - Situation in Tierheim hat sich entspannt

© dpa

Ein Schwan sitzt nach der Flutkatastrophe in einem völlig zerstörten Teich- und Tiergehege im Kreis Ahrweiler. Laut dem Tierheim in Remagen haben mittlerweile viele Tierschützer Tiere aus dem Ahrtal in Pflege genommen.

Gut zwei Monate nach der Flutkatastrophe im Ahrtal hat sich die Situation im Tierheim Remagen entspannt.

Wie der Erste Vorsitzende Claus-Peter Krah vom Tierschutz- und Tierheimverein Kreis Ahrweiler mitteilte, haben etwa 100 Tierschützer beispielsweise Hunde, Katzen oder Kaninchen in Pflege genommen. Sie hätten auch exotische Tiere wie Spinnen, Echsen oder Schlangen aufgenommen. Nach den massiven Zerstörungen ihrer Wohnungen durch die Flut hatten zahlreiche Menschen ihre Tiere abgegeben.

Große Hilfsbereitschaft bundesweit

Insgesamt hätten 400 Menschen aus dem Bundesgebiet Hilfe angeboten und wollten Tiere zur Pflege zu sich holen, um das Tierheim zu entlasten. Man habe sich indes dazu entschieden, die Tiere möglichst in der Nähe des betroffenen Ahrtals unterzubringen. "Das hat uns sehr geholfen. Wir haben zurzeit noch immer etwa 40 Katzen und 20 Hunde sowie zahlreiche Kleintiere im Tierheim", sagte Krah.

Viele Tiere ungechipt

Bei vielen Tieren sei aber unklar, ob sie durch die Flut von ihren Besitzern getrennt wurden oder ob es sich dabei um Funde handelt, wie sie routinemäßig im gesamten Jahr bei den Mitarbeitern des Tierheims abgegeben würden. Ein Problem sei es, wenn die Tiere nicht gechipt und registriert seien - so könnten sie ihren Besitzern nicht zugeordnet werden.

Tierheim bittet um Spenden - für Futter und Tierarzt

"Auch wenn sich die Situation entspannt hat, von Normalität kann noch keine Rede sein", sagte Krah. Nun müssten sich die Mitarbeiter des Tierheims beispielsweise um die Abrechnungen für den Kauf von Futter sowie für Tierarztkosten kümmern. Etliche Tiere seien krank, da sie oftmals mit schädlichen Substanzen in Kontakt gekommen waren. "Ich gehe davon aus, dass wir am Ende einen sechsstelligen Beitrag aufwenden mussten", fügte der Fachmann hinzu. Es seien schon Spenden von Tierschützern eingegangen. Allerdings seien noch weitere Hilfszahlungen notwendig, fügte der 59 Jahre alte Krah hinzu.

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