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Physik-Nobelpreis für deutschen Klima-Forscher

Menschengemachter Klimawandel - Nobelpreis für deutschen Klima-Forscher

© dpa

Klimaforscher Klaus Hasselmann

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an den Deutschen Klaus Hasselmann, den in den USA forschenden Japaner Syukuro Manabe und den Italiener Giorgio Parisi für physikalische Modelle zum Erdklima. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit. Die bedeutendste Auszeichnung für Physiker ist in diesem Jahr mit insgesamt zehn Millionen Kronen (rund 980 000 Euro) dotiert. Syukuro Manabe und Klaus Hasselmann teilen sich eine Hälfte des Preises, die andere geht an Giorgio Parisi.

Entdecker des menschengemachten Klimawandels

Der Physiker und ehemalige Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie, Klaus Hasselmann, entwickelte eine Methode, die den Effekt menschengemachter Treibhausgase auf die globale Durchschnittstemperatur zeigen konnte. Seine Rechnungen ergaben, dass die globale Erwärmung Mitte der Neunzigerjahre nicht mehr allein mit natürlichen Ursachen erklärbar war. Die Entdeckung des menschlichen „Fingerabdrucks“ im Klimageschehen veranlasste den UN-Klimarat, in seinem zweiten Klimabericht 1996 festzustellen: „Die abgestimmte Beweislage deutet darauf hin, dass ein menschlicher Einfluss auf das globale Klima erkennbar ist“, berichtete die Welt am Sonntag.

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