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Geldwäsche-Razzien in mehreren Bundesländern

Großrazzia gegen Geldwäsche - Zehn Festnahmen in mehreren Bundesländern

© dpa

Symbolbild

Bei einer Großrazzia gegen Geldwäsche und organisierte Kriminalität hat die Polizei am Morgen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen Wohnungen und Büros durchsucht und zehn Haftbefehle vollstreckt.

Mehr als Tausend Polizeikräfte seien im Einsatz, darunter auch Spezialeinheiten, teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen richteten sich gegen Mitglieder eines international agierenden Geldwäsche-Netzwerkes. Ziel sei es, Beweismittel und illegale Vermögenswerte zu beschlagnahmen. Nähere Details wollte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf am Nachmittag bei einer Pressekonferenz bekanntgeben. "Noch läuft der Einsatz", sagte ein Sprecher am Morgen.

Ermittlungen gegen Hawala-Netzwerk

Eine Zentralstelle für die Verfolgung organisierter Kriminalität bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf führt laut Mitteilung die Ermittlungen, die sich gegen Mitglieder eines sogenannten Hawala-Netzwerkes richten. Beim Hawala-Banking können Kunden gegen eine Provision große Summen ins Ausland überweisen. Solche Finanztransfers sind in Deutschland nur mit Zustimmung der Bankenaufsicht erlaubt.

Hoher Millionenbetrag ins Ausland transferiert 

80 Häuser, Wohnungen, Büros und Geschäftsobjekte seien durchsucht worden. Die Haftbefehle gegen zehn Beschuldigte seien im Vorfeld erwirkt und vollstreckt worden, hieß es in der Mitteilung. Nach WDR-Informationen sollen die mutmaßlichen Geldschleuser mehr als 100 Millionen Euro aus illegalen Geschäften in die Türkei und nach Syrien transferiert haben.

300.000 Euro in Turnbeutel gefunden

Das Geld stammt demnach unter anderem aus dem Drogenhandel und soll in Syrien teilweise auch zur Terrorfinanzierung benutzt worden sein. Ausgangspunkt der Ermittlungen sei ein Zufallsfund der Polizei gewesen. Dabei hätten die Beamten bei einer Kontrolle auf der Autobahn 300.000 Euro Bargeld versteckt in einem Turnbeutel gefunden, berichtete der WDR.

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